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Deutsche Bank Versicherer sollen Kirch-Vergleich zahlen

Ein Vergleich mit dem Medienunternehmer Leo Kirch kam die Deutsche Bank teuer zu stehen: Fast eine Milliarden Euro musste sie zahlen. Nun will sich das Institut sein Geld zurückholen – von Versicherungsunternehmen.
28.07.2014 - 17:45 Uhr Kommentieren
Die Deutsche Bank hat viel Geld für den Vergleich mit Leo Kirch hinblättern müssen. Nun überlegt sie, wie sie das Geld zurückbekommen kann. Quelle: dpa

Die Deutsche Bank hat viel Geld für den Vergleich mit Leo Kirch hinblättern müssen. Nun überlegt sie, wie sie das Geld zurückbekommen kann.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Deutsche Bank versucht, sich einen Teil des Schadens aus einem Vergleich mit den Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch von Versicherungen, unter ihnen die Allianz, zurückzuholen. Das erfuhr das Handelsblatt (Dienstagausgabe) aus Finanzkreisen. Demnach überlegt die Führung des größten deutschen Geldhauses, ob sie in die Directors and Officers-Versicherung (D&O) des früheren Vorstandssprechers Rolf E. Breuer eintritt. Die D&O-Versicherung ist eine Art Berufshaftpflicht für Top-Manager.

Normalerweise müsste die Bank ihre Regressansprüche gegenüber Breuer geltend machen, der dann wiederum auf seine D&O-Versicherung zurückgreifen würde. Wenn Breuer seinen Rechtsanspruch gegenüber den Versicherern an die Deutsche Bank abtritt, dann könnte das Institut direkt mit dem Versicherungspool verhandeln. „Die Verhandlungsmacht der Bank ist sicherlich größer als die einer Einzelperson“, sagte ein Insider.

Die Aufsichtsräte der Deutschen Bank tagen am Dienstag in London, um über die Option zu beraten. Die Deutsche Bank und die Erben des verstorbenen Medienunternehmer Leo Kirch verständigten sich im Februar 2014 auf einen Vergleich, bei dem die Bank insgesamt rund 925 Millionen Euro gezahlt hat. Ein Sprecher der Bank wollte die Informationen nicht kommentieren.

Der theoretische Versicherungsschutz aus dem Jahr 2002 – damals verklagte Kirch die Bank nach einem umstrittenen Interview zu seiner Kreditwürdigkeit – betrage 500 Millionen Euro, hieß es in Finanzkreisen. Die Bank habe somit die realistische Chance, zumindest einen Teilbetrag der gezahlten Vergleichssumme im Rahmen der zukünftigen Verhandlungen von den Versicherern zurückzuerhalten.

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