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Devisenaffäre Deutsche Bank wappnet sich für Strafzahlungen

Die interne Untersuchung in der Deutschen Bank wegen der Devisenaffäre hat offenbar Tricksereien bei Rubel und Peso aufgezeigt. Das Geldhaus hat nach Insiderangaben schon ein halbes Dutzend Devisenhändler suspendiert.
28.05.2014 - 19:01 Uhr Kommentieren
Die Deutsche Bank, einer der größten Devisenhändler der Welt, bekräftigte, zur Aufklärung des Skandals mit mehreren Behörden zusammenzuarbeiten. Quelle: dpa

Die Deutsche Bank, einer der größten Devisenhändler der Welt, bekräftigte, zur Aufklärung des Skandals mit mehreren Behörden zusammenzuarbeiten.

(Foto: dpa)

Frankfurt Im weltweiten Devisenskandal stellt sich die Deutsche Bank Finanzkreisen zufolge auf Strafzahlungen wegen Tricksereien bei Rubel und Peso ein. Zudem befürchte das Institut teure Zivilklagen. Die interne Untersuchung der Bank habe vereinzelte Unregelmäßigkeiten bei diesen beiden Währungen aufgezeigt, sagte eine mit den Überlegungen des Vorstands vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Ein anderer Insider sagte, konzernweit sei bislang etwa ein halbes Dutzend Devisenhändler suspendiert worden. Entwarnung gebe es vorerst für die großen Währungen Euro, Dollar, Pfund und Yen. Das sei aber nur ein Zwischenstand.

Deutschlands größtes Geldhaus, einer der größten Devisenhändler der Welt, bekräftigte, zur Aufklärung des Skandals mit mehreren Behörden zusammenzuarbeiten. Eine Sprecherin betonte außerdem: "Unsere interne Untersuchung zu den Devisenmärkten läuft noch. Wie wir immer gesagt haben, schauen wir uns dabei auch den Handel in Schwellenländer-Währungen an."

Der Verdacht, beim argentinischen Peso habe es Manipulationen gegeben, wurde bereits zu Jahresbeginn laut, als es in einem Medienbericht hieß, ein Peso-Händler der Deutschen Bank sei vorsorglich beurlaubt worden. Das Institut hatte damals lediglich erklärt, in begründeten Fällen disziplinarische Maßnahmen gegen einzelne Mitarbeiter einzuleiten. Von Tricksereien beim russischen Rubel war bislang nichts bekannt.

Beide Währungen zählen zwar nicht zu den Leitwährungen. Sollte sich der Manipulationsverdacht bei den Referenzkursen indes erhärten, drohen von Seiten der Behörden trotzdem empfindliche Strafen. Etliche Großbanken rund um den Globus sind in den Devisenskandal verwickelt. Sie nehmen bei ihren internen Untersuchungen insbesondere die Schwellenländer-Währungen unter die Lupe.

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