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Digitalbanken Europas Marktführer Revolut ist jetzt 33 Milliarden Dollar wert

Der Verlust wächst, die Bewertung auch: Europas größte Neobank Revolut erhält von Softbank und Tiger Global 800 Millionen Dollar – und baut den Vorsprung zum Rivalen N26 aus.
15.07.2021 - 11:26 Uhr Kommentieren
Der Revolut-Gründer ist Großbritanniens erster Fintech-Milliardär. Quelle: ddp/Picture Press/Camera Press/Tom Stockill
Nikolay Storonsky

Der Revolut-Gründer ist Großbritanniens erster Fintech-Milliardär.

(Foto: ddp/Picture Press/Camera Press/Tom Stockill)

London Die britische Smartphonebank Revolut wird nach einer neuen Finanzierungsrunde mit 33 Milliarden Dollar bewertet. Zwei neue Investoren, Softbank Vision Fund 2 und Tiger Global, investierten 800 Millionen Dollar in der Serie-E-Finanzierung, teilte die Firma am Donnerstag mit.

Das Fintech wird damit sechsmal so hoch bewertet wie bei der letzten Finanzierungsrunde vor anderthalb Jahren. Im Februar 2020 hatte Revolut 500 Millionen Dollar eingesammelt – bei einer Bewertung von 5,5 Milliarden Dollar.

Der deutsche Rivale N26 ist derzeit ebenfalls dabei, eine Serie-E-Finanzierung abzuschließen. Berichten zufolge will die Neobank mehrere Hundert Millionen Dollar einsammeln und peilt eine Bewertung von bis zu elf Milliarden Dollar an.

Mit der Finanzierung festigt Revolut die eigene Position als Marktführer unter den Digitalbanken. Das wertvollste Fintech Europas bleibt jedoch der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna mit einer Bewertung von 46 Milliarden Dollar.

Revolut-Gründer Nik Storonsky wertete die Finanzierung als Vertrauensbeweis. Die Investition erlaube es der Firma, ihren Plan einer „globalen Super-App“ für Finanzdienstleistungen voranzutreiben. Tiger-Global-Partner Scott Shleifer lobte das „überragende Kundenerlebnis“ der App und die schnelle Produktentwicklung.

Der Kapitalbedarf von Revolut war zuletzt gestiegen, weil Storonsky die internationale Expansion beschleunigt. Entsprechend mehr muss die Firma für Personal, Compliance und Controlling ausgeben. So erfolgte im vergangenen Jahr der Markteintritt in den USA, Japan und Australien.

Revolut hat auch die Strategie geändert: Statt mit einer E-Geldlizenz will die Digitalbank nun mit teureren Banklizenzen arbeiten, um ihren 16 Millionen Kunden weltweit mehr Produkte anbieten zu können. Entsprechende Anträge laufen unter anderem in den USA und Großbritannien.

Umsatz gestiegen – der Verlust auch

Die Investoren haben sich offenbar von den durchwachsenen Zahlen im Corona-Jahr nicht abschrecken lassen. Der Nettoverlust hatte sich im vergangenen Jahr um 57 Prozent auf 168 Millionen Pfund vergrößert. Das lag vor allem an den Personal- und Verwaltungskosten, die sich auf 266 Millionen Pfund mehr als verdoppelten.

Der bereinigte Umsatz stieg um 34 Prozent auf 222 Millionen Pfund. Rechnet man die Wertgewinne von Krypto-Anlagen in Höhe von 39 Millionen Pfund hinzu, betrug der Umsatz sogar 261 Millionen Pfund.

Als Plus ist zu vermerken, dass Revolut in der Pandemie die Abhängigkeit von Kartenzahlungen deutlich verringert und die Einnahmequellen diversifiziert hat. Die Anzahl der Premiumkunden und Geschäftskunden konnte deutlich gesteigert werden. Während Rivalen wie N26 erst jetzt in das Kryptogeschäft einsteigen, war Revolut frühzeitig dabei und konnte im vergangenen Jahr von dem Handelsboom mit Bitcoin und Co. profitieren. Im laufenden Jahr werden in diesem Geschäftsfeld allerdings weniger starke Umsätze erwartet. 

Mit einem Börsengang hat Storonsky es bisher nicht eilig. Dabei wäre das Umfeld günstig: Zuletzt hatte Zahlungsdienstleister Wise vergangene Woche ein erfolgreiches Debüt an der Londoner Börse hingelegt. Das Fintech wurde dabei mit elf Milliarden Dollar bewertet.

Mehr: Revolut meldet deutlich höheren Verlust.

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