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Digitaler Vordenker Börse Stuttgart verlängert Vertrag von CEO Höptner um vier Jahre

Die Schwaben bestellen ihren bisherigen Chef erneut. Alexander Höptner stemmt sich mit seiner Regionalbörse gegen die Frankfurter Konkurrenz – und hat die Kryptowelt aufgemischt.
27.03.2020 - 19:44 Uhr Kommentieren
Der Chef der Börse Stuttgart gilt als Digitalexperte. Quelle: Börse Stuttgart
Alexander Höptner

Der Chef der Börse Stuttgart gilt als Digitalexperte.

(Foto: Börse Stuttgart)

Frankfurt Der alte Chef ist auch der neue: Der Aufsichtsrat der Börse Stuttgart hat den Vertrag des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Alexander Höptner, um vier Jahre verlängert. Das teilte die Regionalbörse am Freitag mit. Höptner bleibt damit auch Vorstandschef der wichtigen Zertifikatehandels-Tochter Euwax.

Höptner habe „erfolgreiche Arbeit“ geleistet, so die Begründung des Aufsichtsrats. Seit Januar 2018 hat er die Doppelspitze als Leiter von Börse und Euwax inne. 2017 startete er in Stuttgart als Geschäftsführer für Vertrieb und IT.

„Wir freuen uns sehr, mit Alexander Höptner unsere strategische Ausrichtung als Privatanlegerbörse und Vorreiter im digitalen Geschäft konsequent weiterzuverfolgen“, erklärte Aufsichtsratschef Michael Völter. Sowohl das traditionelle Geschäft als auch die neuen, digitalen Geschäftsfelder würden in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. „Dabei wird die Börse Stuttgart frühzeitig die Chancen nutzen, die sich aus der zunehmenden Digitalisierung der internationalen Finanzmärkte ergeben“, so Völter.

Der 49-Jährige Höptner gilt als digitaler Vordenker. Unter seiner Ägide sind die Stuttgarter bisher erfolgreich dem Schicksal der anderen deutschen Regionalbörsen entgangen. Letztere sind gegenüber der übermächtigen Konkurrenz aus Frankfurt nur noch ein Schatten ihrer selbst.

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    Den Marktführer kennt Höptner gut: Bei der Deutsche Börse war er für die IT zuständig. Nach seinem Ausscheiden baute er mit zwei Start-ups einen Marktplatz für virtuelle Güter auf. Kryptowährungen wie Bitcoin und digitale, „tokenisierte“ Wertpapiere sieht er als neuen Teil der Stuttgarter DNA – und als Chance für die Regionalbörse, gegenüber den Frankfurtern auch langfristig zu bestehen.

    „Wir sind die deutsche Privatanlegerbörse, das grenzt uns von den Wettbewerbern ab“, sagte Höptner 2019 dem Handelsblatt. „In der Vergangenheit haben wir zu sehr überlegt, welche Produkte die Finanzindustrie will. Jetzt muss es um die Frage gehen: Was will der Kunde? Wir haben die einmalige Chance, uns an die Spitze der nächsten technologischen Umwälzung zu setzen: der Tokenisierung.“

    Unter Höptners Leitung hat die Börse Stuttgart unter anderem einen Handelsplatz für Bitcoin und Co. gestartet, Bison genannt, der sich vor allem an Einsteiger richtet. Für professionelle Anleger starteten die Stuttgarter den Handelsblatt BSDEX („Börse Stuttgart Digital Exchange“), der „Deutschlands erster regulierter Handelsplatz für digitale Vermögenswerte“ werden soll. Hier sollen etwa die von der Bundesregierung geplanten Blockchain-Anleihen gehandelt werden, die jedoch noch im Gesetzgebungsprozess feststecken.

    Genug zu tun hat Höptner auch abseits der Krypto-Engagements: Der Umsatz der Stuttgarter Börse ist zwischen 2017 und 2019 gefallen, von rund 80 auf rund 68 Milliarden Euro. In den kommenden vier Jahren muss der CEO beweisen, dass sich der Rückgang über die digitalen Geschäfte stoppen lässt.

    Mehr: Abschied vom „digitalen Gold“: Die Coronakrise stellt die Bitcoin-Welt auf den Kopf.

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