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Digitalstrategie Fintech-Investments: Deutsche Bank erleidet zwei digitale Fehlschläge

Das Institut stellt seine App Yunar ein, mit der Nutzer Kundenkarten digital verwalten können. Auch bei einem weiteren Fintech-Investment gibt es einen Rückschlag.
03.08.2020 - 14:26 Uhr Kommentieren
Das Geldhaus stellt knapp zwei Jahre nach dem Start das Digitalprojekt Yunar ein. Quelle: Reuters
Deutsche Bank

Das Geldhaus stellt knapp zwei Jahre nach dem Start das Digitalprojekt Yunar ein.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Digitalstrategie der Privatkundensparte der Deutschen Bank hat in kurzer Zeit zwei Rückschläge erlitten. So stellt das Geldhaus knapp zwei Jahre nach dem Start das Digitalprojekt Yunar ein. Spätestens zum Jahresende solle die App, mit der Nutzer Kundenkarten digital verwalten können, gestoppt werden. Deutsche-Bank-Manager Philip Laucks begründete das in der „Wirtschaftswoche“ mit geänderten Rahmenbedingungen, durch die eine Fortführung keinen Sinn mehr ergebe.

So sei die Nutzung der Bonus- und Loyalitätsprogramme von Fluglinien und Hotels eingebrochen. Außerdem hätten sich im Rahmen der neuen Strategie der Bank die Ertrags- und Kostenziele erhöht.

Schon vor Ausbruch der Coronakrise hatte die Bank nach Alternativen für diese virtuelle Geldbörse gesucht. Allerdings hatte das Institut Finanzkreisen zufolge einen externen Partner oder Käufer gesucht, weil die Bank die nötigen Investitionen aus Kostengründen nicht mehr selbst hatte stemmen wollen.

Unklar ist, ob das Einstampfen Yunars der Grund für eine Abschreibung ist, die die Deutsche Bank im zweiten Quartal in der Privatkundensparte hatte verbuchen müssen. Das Institut hatte für seinen Ertragsrückgang im zweiten Quartal im Geschäftsbericht die Kosten für die Integration der Privatkunden-Tochter in den Mutterkonzern sowie „eine Bewertungsanpassung auf ein Investment im Bereich Digital Ventures“ verantwortlich gemacht. Die Bank wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

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    Yunar zählt zu den Initiativen, die der frühere Digital-Chef der Privatkundensparte, Markus Pertlwieser, ins Leben gerufen hatte. Pertlwieser hatte das Institut im April verlassen.

    Probleme bei Zeitgold

    Yunar ist nicht der einzige Rückschlag der Deutschen Bank: Auch beim Finanztechnologieunternehmen Zeitgold, in das die Bank erst vor Kurzem investiert hatte, gibt es Probleme. Das Start-up, das eine Software zur Buchhaltungsautomatisierung entwickeln wollte, kündigte vergangene Woche an, sein „bestehendes Hauptprodukt und den Großteil unserer Aktivitäten in Berlin und Tel Aviv ab September“ einzustellen.

    75 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen, mit einer Restmannschaft von 30 Personen will sich das Unternehmen „neu aufbauen“ und dabei seinen Schwerpunkt „vollständig verlagern“.

    Die Deutsche Bank hatte sich erst im Mai neben anderen Investoren wie dem Versicherungsriesen Axa an einer Finanzspritze von insgesamt 27 Millionen Euro beteiligt. Im Jahr zuvor hatte sich die Bank bereits an einer Finanzierungsrunde von zehn Millionen Euro beteiligt.

    Die Hoffnung, dass die verbliebene Mannschaft von Zeitgold etwas auf die Beine stellt, scheinen die Investoren nicht verloren zu haben. „Wir sind dankbar, dass unsere Investoren, die kürzlich in unserer Series-B-Finanzierungsrunde investiert haben, uns bei unserer Entscheidung vollends unterstützen“, heißt es im Schreiben der Gründer, in dem sie das Aus für Zeitgold in seiner bisherigen Form ankündigen.

    Mehr: Deutsche Bank befördert ihre oberste Finanzplanerin.

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