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Dividenden Banken schmieden Pläne für Milliarden geparkter Dividenden

Die EZB hat die Ausschüttungspolitik der Banken im Zuge der Corona-Krise stark beschränkt. Nun planen die ersten Institute, ihre Aktionäre dafür zu entschädigen.
02.07.2021 - 16:04 Uhr 1 Kommentar
Dividendenbeschränkungen für Banken sollen bald aufgehoben werden. Quelle: dpa
Die EZB in Frankfurt

Dividendenbeschränkungen für Banken sollen bald aufgehoben werden.

(Foto: dpa)

Frankfurt Einige Banken haben Milliardenbeträge zur Seite gelegt, um ihre Aktionäre wegen entgangener Ausschüttungen während der Corona-Pandemie zu besänftigen. Darunter sind Banken wie BNP Paribas SA und Intesa Sanpaolo SpA. Deutsche Institute sind nicht unter den Banken mit den größten Ausschüttungs-Reserven.

Die börsennotierten Großbanken mit den größten Reserven haben zusammen mehr als 22 Milliarden Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe reserviert. Die EZB könnte schon diesen Monat Restriktionen aufheben. Im März 2020 hatte sie zunächst ein faktisches Auszahlungsverbot erlassen und im Dezember dann einen relativ strengen Höchstbetrag für Dividenden und Rückkäufe festgelegt.

Das Aufsichtsgremium der EZB soll demnächst über die Aufhebung der Obergrenze entscheiden. Ihre US-Wettbewerber haben bereits grünes Licht erhalten. „Wir werden hoffentlich bald diese Dividendenempfehlungen zurückziehen“, so der oberste Bankenaufseher der EZB, Andrea Enria, bei einer Online-Konferenz letzten Monat.

Er warnte jedoch auch: „Es ist klar, dass es noch viel Unsicherheit gibt und die Kreditrisiken in den Büchern der Banken nicht eingetreten sind, daher sollte Besonnenheit in den kommenden Monaten die Richtschnur sein.“

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    Die höchsten Reserven für Dividenden hat die französische BNP beiseite gelegt: sie verfügt über rund 3,9 Milliarden Euro Eigenkapital, die schon als Dividende für 2019 eingeplant waren, und weitere mehr als 1,9 Milliarden Euro, die für 2020 übrig bleiben. Finanzvorstand Lars Machenil sagte im November, er sei „nicht in der Kapital-Anhäufungs-Branche tätig“.

    Bei Intesa sind noch 1,9 Milliarden Euro aus dem Gewinn des Vorjahres auszuzahlen. Aus den ersten drei Monaten des laufenden Jahres kommen bereits 1,06 Milliarden Euro hinzu. „Die Zahlung einer großzügigen Bardividende an unsere Aktionäre bleibt eine Priorität“, sagte Chief Executive Officer Carlo Messina zu Analysten im Mai.

    Die Deutsche Bank AG hat hingegen erst im laufenden Jahr angefangen, Rückstellungen für Dividenden zu bilden, und dafür im Startquartal 300 Millionen Euro zur Seite gelegt.

    Mehr: Spaniens Notenbank-Chef - Dividenden-Einschränkungen könnten fallen

    • Bloomberg
    • Nicholas Comfort
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    1 Kommentar zu "Dividenden: Banken schmieden Pläne für Milliarden geparkter Dividenden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wie war das noch, vor einigen Jahren wurden Banken gerettet, von den Steuerzahlern. Wäre es nicht an der Zeit, höheres Eigenkapital zu bilden. Die nächste Krise kommt bestimmt. Wie ist denn das mit dem Gequake von Eigenverantwortung in der Wirtschaft? Wann das so weitergeht, reitet man den Kapitalismus noch zu Tode, anstatt ihn als Zugpferd für mehr Wohlstand einzusetzen.

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