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Das Unternehmen legt unter anderem Publikumsfonds auf.

(Foto: Reuters)

DWS Deutsche Bank muss sich bei DWS-Börsengang in Bescheidenheit üben

Der Börsengang ihrer Fondstochter wird der Deutschen Bank weniger einbringen als erhofft. Ein kleiner Zusatzgewinn winkt ihr trotzdem.
21.03.2018 - 09:38 Uhr 4 Kommentare

Frankfurt Zwei Tage vor dem Börsengang haben die begleitenden Banken die Preisspanne für die Aktien der DWS auf 32 bis 33 Euro eingeengt. Ursprünglich lag das Angebot bei 30 bis 36 Euro.

Damit zeichnet sich für die milliardenschwere Emission ein ähnlicher Weg ab, wie ihn Siemens mit seiner Gesundheitssparte Healthineers vor einer Woche gegangen ist: Ein erfolgreicher Börsengang, der dem Mutterkonzern allerdings weniger einbringt als ursprünglich erhofft.

Interne Berechnungen der Deutschen Bank hatten den Wert der DWS vor dem Börsengang auf bis zu acht Milliarden Euro taxiert. Jetzt wird sich die gesamte Marktkapitalisierung auf lediglich 6,4 bis 6,6 Milliarden Euro summieren.

Die Analysten der am DWS-Börsengang beteiligten Commerzbank gehen davon aus, dass die Fondstochter mit 6,4 Milliarden Euro in den Büchern der Deutschen Bank steht. Auf Basis der neuen Preisspanne wäre damit klar, dass der Bank auf keinen Fall ein Buchverlust durch den Teilverkauf der Tochter droht. Finanzkreise halten einen endgültigen Platzierungspreis von 33 Euro für wahrscheinlich, da die Nachfrage nach den DWS-Aktien das Angebot deutlich übersteige.

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    Ein Drittel der Emission hat die Bank ohnehin bereits in trockenen Tüchern. Neben dem japanischen Lebensversicherer Nippon Life, der mit fünf Prozent einsteigen soll, will die französische Investmentfirma Tikehau etwa drei bis vier Prozent erwerben. Ein Preis von 33 Euro je Aktie würde der Deutschen Bank im ersten Quartal einen Buchgewinn von 200 Millionen Euro sichern.

    Die Zeichnungsfrist für den Börsengang endet am Donnerstag um 14 Uhr. Für Freitag ist die Erstnotiz an der Frankfurter Börse geplant. Insgesamt wird die Deutsche Bank 20 bis 25 Prozent der DWS an den Markt bringen.

    Das heißt, die Emission wird der Mutter 1,28 bis 1,65 Milliarden Euro einbringen. Ähnlich wie Healthineers litt auch die DWS unter den teilweise heftigen Kursschwankungen an den Aktienmärkten, ausgelöst durch die Angst vor einem globalen Handelskrieg und die Furcht vor schneller als erwartet steigenden Zinsen. Außerdem monierten einige Großinvestoren, dass die DWS im Vergleich zum europäischen Marktführer, der französischen Fondsgesellschaft Amundi, noch deutlichen Nachholbedarf habe.

    Sollte die DWS auch nach der Erstnotiz am Freitag das Schicksal von Healthineers teilen, dürften die neuen Aktionäre zufrieden sein. Die Aktie der Siemenstochter war zu 28 Euro an den Markt gekommen. Heute liegt der Kurs bei 32,25 Euro. Beim Makler Lang & Schwarz, wo die Aktien von Börsenkandidaten am so genannten Graumarkt bereits vor der offiziellen Erstnotiz gehandelt werden, notierten die DWS-Papiere am Mittwoch Vormittag bei 33,55 Euro.

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    4 Kommentare zu "DWS: Deutsche Bank muss sich bei DWS-Börsengang in Bescheidenheit üben"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die DWS hat überwiegend aktiv gemanagte Fonds mit überteuerten Kostenquoten im Angebot. Angesichts des zunehmenden Anteils an kostengünstigen ETFs stößt die Deutsche Bank hier ein Produkt ab, dass keine Zukunft mehr hat. Zumindest die beste Zeit der aktiv gemanagten Fonds ist vorbei. Die cash-cow liegt im sterben und soll noch möglichst schnell versilbert werden.

    • Die Unternehmen probieren alles an Schrott schnell an die Börse zu bringen, bevor es abwärts geht.

    • 2,3 Milliarden an Boni vor allem für die amerikanischen Investmentbanker müssen ja irgendwie bezahlt werden.
      Die Investmentbanker leisten zu wenig und verdienen zu viel.
      Mehr als 700 Investmentbanker, die mehr als 1 Millionen verdienen? Da leistet sich die deutsche Bank sehr sehr teuere Mitarbeiter.
      Boni dürfen nur dann gezahlt werden, wenn das gesamte Unternehmen nach Steuern auch anständig Gewinn erwirtschaftet!
      Die armen dummen Aktionäre haben die Verliererkarte. Die Deutsche Bank fühlt sich nur den amerikanischen Investmentbanker verpflichtet und macht für jene Klientelpolitik!

    • Die Deutsche Bank hatte im April 2017 ihre vierte Kapitalerhöhung in sieben Jahren abgeschlossen. Nun ja, mit dem Verkauf des Tafelsilbers kann man die Zeit bis zur nächsten Kapitalerhöhung etwas verkürzen. Es ist immer blöd, wenn die Kosten höher sind als die Erträge.

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