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DZ Bank Zinstief kostet Sparer laut Studie Milliarden

In den letzten zehn Jahren sind Anlegern mehr als 700 Milliarden Euro entgangen. Schuld daran sind niedrig verzinste Spareinlangen, Rentenpapiere und Anleihen.
27.10.2020 - 11:58 Uhr 1 Kommentar
Laut Berechnungen der Bank sind Sparern zwischen 2010 und 2020 viele Milliarden Euro entgangen. Quelle: dpa
DZ Bank

Laut Berechnungen der Bank sind Sparern zwischen 2010 und 2020 viele Milliarden Euro entgangen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das seit Jahren anhaltende Zinstief kostet Deutschlands Privathaushalte einer Studie zufolge Milliarden. 732 Milliarden Euro sind Anlegern nach Berechnungen der DZ Bank insgesamt in den Jahren 2010 bis einschließlich 2020 entgangen, weil Spareinlagen, Rentenpapiere, Anleihen und Versicherungen nur noch vergleichsweise mickrig verzinst werden.

Allerdings kamen zugleich Kreditnehmer deutlich günstiger an Geld von der Bank als im Durchschnitt der Dekade zuvor und ersparten sich so in Summe 353 Milliarden Euro an Zinsen. Berücksichtige man dies, ergebe sich unter dem Strich bei den privaten Geldvermögen eine Zinseinbuße von 379 Milliarden Euro in elf Jahren, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung. Als Vergleichszeitraum für seine Berechnungen wählt DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel die Jahre 1999 bis 2009 mit 2,3 Prozent Durchschnittszinssatz für Bankeinlagen.

„Die massiven Einbußen bei der Verzinsung des Geldvermögens spielen zum Beispiel für private Haushalte eine Rolle, die auf Zinseinkünfte als zusätzliche Einkommensquelle gesetzt haben“, schreibt Stappel in seiner Analyse. Dies sei gerade angesichts der Notwendigkeit zur privaten Altersvorsorge bedenklich. „Anstatt den Vermögensaufbau der Bürger über den Zinseszinseffekt zu unterstützen, verlieren verzinsliche Anlagen Jahr für Jahr an Wert.“

Mit steigenden Zinsen können Sparerinnen und Sparer vorerst nicht rechnen: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das Zinstief zementiert und ist wegen der Corona-Pandemie weiterhin im Krisenmodus. Dass das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland in Summe trotz dieses Umfelds wächst, liegt zum großen Teil daran, dass die Menschen hierzulande vergleichsweise viel Geld auf die hohe Kante legen.

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    • dpa
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    1 Kommentar zu "DZ Bank: Zinstief kostet Sparer laut Studie Milliarden"

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    • Künftig höhere Zinsen. Völlig richtig, der stinknormale Kapitalismus braucht Geschäftsbanken, die Kredite an Unternehmen vergeben, gegen auskömmliche Zinsen. So funktioniert der stinknormale erfolgreiche Kapitalismus, mit dem privatwirtschaftlichen Geld- u. Kapitalmarkt, wer will den schon DDR 2.0. Allerdings können Staaten für die notwendige Infrastruktur keine Zinsen bezahlen, ohne pleite zu gehen. Es gibt die Notenbank, die jährlich eine festgelegte Geld-Summe, Schöpfgeld, ohne Zinsen, für Infrastruktur (Daseinsvorsorge) zur Verfügung stellen kann. Wichtig, ohne Rückzahlung und ohne Zinsen. Zur Infrastruktur gehört heutzutage auch das Schul- u. Universitäts-System. Japan macht das schon ansatzweise, aber noch nicht vollständig, seit 30 Jahren. Der Verzicht auf Rückzahlung fehlt noch. Sie machen es mit der ewigen Verlängerung der Bonds, was dem Verzicht auf Rückzahlung gleichkommt. Japan steht gut da, schafft die Digitalisierung mit schrumpfender Bevölkerung.

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