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Edelmetall-Handel in der Schweiz Goldpreis durch Absprachen manipuliert?

Der Handel mit Edelmetallen könnte einigen Großbanken teuer zu stehen kommen – wegen möglicher Preisabsprachen hat eine Behörde nun Untersuchungen eingeleitet. Betroffen sind mehrere internationale Institute.
28.09.2015 Update: 28.09.2015 - 11:54 Uhr
Auch die UBS aus der Schweiz ist ins Visier der Wettbewerbskommission geraten. Quelle: Reuters
UBS

Auch die UBS aus der Schweiz ist ins Visier der Wettbewerbskommission geraten.

(Foto: Reuters)

Zürich Wegen möglicher Preisabsprachen beim Handel mit Edelmetallen wie Gold und Silber hat die Schweizer Wettbewerbsbehörde Ermittlungen gegen sieben internationale Großbanken gestartet, unter ihnen die Deutsche Bank.

Die Wettbewerbskommission verfüge über Anhaltspunkte, dass unter den Banken möglicherweise unzulässige Preisabsprachen im Handel mit Edelmetallen getroffen worden seien, teilte sie am Montag in Bern mit. Insbesondere bestehe der Verdacht, dass es Absprachen zu sogenannten Spreads – der Differenz zwischen Nachfrage- und Angebotskurs – gab. Als Edelmetalle gelten dabei laut Weko Gold, Silber, Platin und Palladium.

Die anderen Banken im Visier der Schweizer Behörde sind die einheimischen Institute UBS und Julius Bär, die britischen Banken HSBC und Barclays, zudem Morgan Stanley aus den USA und Mitsui aus Japan. Auch in den USA laufen seit Beginn des Jahres Ermittlungen gegen mehrere Großbanken wegen möglicher Preisabsprachen beim Edelmetallhandel.

Medienberichten vom Februar zufolge sind dort zehn Großbanken betroffen. Ihnen wird demnach vorgeworfen, über Jahre in Telefonkonferenzen Referenzpreise für Edelmetalle festgelegt zu haben. Sie sollen beispielsweise vertrauliche Daten über Kauf- und Verkaufsaufträge ihrer Kunden ausgetauscht haben.

Die Deutsche Bank wollte sich zu den Vorwürfen nicht konkret äußern. „Wir kooperieren mit den Behörden“, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Deutschlands größtes Geldinstitut hatte den Handel mit Edelmetallen im November 2014 eingestellt. Auch Julius Bär erklärte, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Morgan Stanley und HSBC wollten die Untersuchung indes nicht kommentieren.

Der Edelmetall-Handel steht auch im Visier von anderen Regulatoren. Zahlreiche Handelsskandale hatten Forderungen nach mehr Aufsicht und Transparenz bei der Ermittlung von Kursen und Preisen laut werden lassen. Bei einigen Edelmetallpreisen wurde inzwischen auf elektronische Systeme umgestellt, die als weniger manipulationsanfällig gelten.

  • rtr
  • afp
  • dpa
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