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Eigenkapital Noa Bank trickste Finanzaufsicht aus

Die Noa Bank hätte nach Meinung des Insolvenzverwalters eigentlich nie eine Erlaubnis für das Bankgeschäft bekommen dürfen. Die Finanzaufsicht BaFin überprüft nun die Vorwürfe.
12.04.2011 - 19:29 Uhr Kommentieren

Frankfurt Die insolvente Noa Bank hat nach Angaben ihres Insolvenzverwalters Wolf von der Fecht eigentlich nie eine Erlaubnis für das Bankgeschäft bekommen dürfen. Das Bankgeschäft sei „offenbar von Beginn der Übernahme an im Juni 2009 nicht entsprechend den Vorschriften des Kreditwesengesetzes betrieben worden“, schreibt von der Fecht im Insolvenzbericht, der dem Handelsblatt vorliegt.

Zwei Belgier hatten im Juni 2009 das Bankhaus Zwirn gekauft und daraus die alternative Noa Bank geformt, die im November 2009 die operativen Geschäfte aufnahm. Im Juni 2010 verbot die Finanzaufsicht BaFin der Bank das Geschäft, weil sie zu wenig Eigenkapital hatte, und schloss die Bank im August 2010. Kurz darauf meldete die Bank Insolvenz an.

Der Vorwurf des Insolvenzverwalters bezieht sich darauf, dass die Bank von Beginn an nicht das gesetzlich vorgeschriebene Eigenkapital von mindestens fünf Millionen Euro besaß. Zwar flossen entsprechend hohe Geldbeträge in die Bank, doch bei diesen Mitteln handelte es sich laut Insolvenzbericht juristisch betrachtet nicht um „wirksam zugeflossenes“ Eigenkapital.

Der Grund: Die belgischen Geschäftsleute, die die Noa Bank im Juni 2009 über eine Holding kauften, nutzten zur Kapitalisierung der Bank indirekt einen Kredit, den ihre gemeinsame Factoring-Gesellschaft vergeben hatte. Dieser Kredit ging von der Factoring-Gesellschaft an die gemeinsame Holding von Bank und Factoring-Gesellschaft und floss von da aus in die Bank. Eigenkapital darf jedoch nicht aus Kreditmitteln stammen.

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    Außerdem muss das Eigenkapital dem Management der Bank auch tatsächlich zur Verfügung stehen. Doch ein Großteil des Geldes verschwand am Tag seiner Einzahlung sofort wieder in Richtung Factoring-Gesellschaft. „Am Tag des Geldeingangs ist der Betrag in Höhe von 4,5 Millionen Euro für den Kauf von Forderungen gegen Drittschuldner der Noa Factoring wieder abgeflossen“, heißt es im Insolvenzbericht.

    Die BaFin bestätigte, dass die Eigentümer der Noa Bank, so wie ihn der Insolvenzverwalter schildert, gegen das Gesetz verstoßen hätten. „Die Bafin nimmt diese Vorwürfe sehr ernst und reagiert darauf, soweit dies nach Einleitung der Insolvenzverfahren möglich ist“, erklärte ein Bafin-Sprecher. Francois Jozic, einer der beiden Eigentümer der Noa Bank, reagierte zunächst nicht auf eine Email-Anfrage des Handelsblatts.

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