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Einlagesicherungsfonds Einstige KarstadtQuelle-Bank Valovis gerettet

Durch die Euro-Schuldenkrise war die einstige KarstadtQuelle-Bank Valovis in Schieflage geraten. Das Geld hat die Bank auch in vermeintliche sichere Staatsanleihen gesteckt - beim Schuldenschnitt Griechenlands wurde sie hart getroffen.
29.05.2012 - 13:28 Uhr 1 Kommentar
Firmiert inzwischen unter anderem Namen: Die ehemalige KarstadtQuelle-Bank, heute Valovis. Quelle: dpa

Firmiert inzwischen unter anderem Namen: Die ehemalige KarstadtQuelle-Bank, heute Valovis.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Bundesverband deutscher Banken hat über seinen Einlagensicherungsfonds die Valovis Bank gerettet. Bereits Ende vergangenen Jahres habe der Fonds eine Garantieerklärung über 100 Millionen Euro für die einstige KarstadtQuelle-Bank gegeben, sagte ein Verbandssprecher am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der Börsen-Zeitung“ (Dienstag). Der Schuldenschnitt in Griechenland hatte die Bank in Schieflage gebracht. Nun wird ein Käufer für das Institut gesucht, das noch im Besitz des KarstadtQuelle-Pensionsfonds CTA ist.

Valovis war mit 160 Millionen Euro in griechischen Staatsanleihen engagiert, durch die Abschreibung des Bestands um 120 Millionen sei das Kernkapital des einstigen Hypothekenfinanzierers unter die aufsichtsrechtlich erforderliche Kapitalquote gerutscht. Mit den Garantien über 100 Millionen Euro sprang der Einlagensicherungsfonds dem Essener Institut zur Seite.

Das Geld wird in jedem Fall benötigt, denn Valovis nahm am Schuldenschnitt der privaten Finanzbranche für Griechenland in vollem Umfang teil, so dass die bis 2014 laufenden Anleihen nicht zurückgezahlt werden.

Valovis soll nun verkauft werden. Nach Informationen der Zeitung werden die Santander Consumer Bank und die Targobank als Interessenten genannt. Der Pensionsfonds als Besitzer der Bank erwartet dabei laut Zeitung nicht, bei einem Verkauf Geld zu sehen. Vielmehr geht dann wohl darum, dass der Einlagensicherungsfonds sich schadlos hält und die Garantien vom künftigen Eigentümer übernommen werden. Vor diesem Hintergrund hat der Bankenverband großes Interesse daran, dass der Verkauf gelingt.

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    In den Besitz der Staatsanleihen gelangte Valovis, als der insolvente Kaufhauskonzern KarstadtQuelle die Warenhaus-Immobilien an die Immobiliengesellschaft Highstreet veräußerte. Zur Liquiditätsbeschaffung hatte der Warenhauskonzern einen Teil der Immobilien auf den CTA ausgelagert. Das eingenommene Geld wurde in Staatsanleihen mit aus damaliger Sicht vergleichbar hohen Renditen und Sicherheit gesteckt. Die Bilanzsumme von Valovis belief sich Mitte Juni 2011 auf 4,4 Milliarden Euro.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Einlagesicherungsfonds: Einstige KarstadtQuelle-Bank Valovis gerettet"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die KarstadtQuelle Bank hat nie griechische Staatsanleihen gekauft.
      Bitte sorgfältiger recherchieren.
      Wer, wann und warum gekauft hat und wer, warum nicht verkauft hat; die Anwort auf diese Frage wird den fleißigen Journalisten zu ganz neuen Enthüllungen führen.

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