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Emission Deutsche Bank stärkt Kapitalbasis durch neue Nachranganleihe

Durch die Coronakrise ist die Eigenkapitalquote des Finanzinstituts geschwächt. Mit der neuen Anleihe will es den Puffer gegenüber den Anforderungen verbessern.
11.05.2020 Update: 11.05.2020 - 12:38 Uhr Kommentieren
Bankchef Christian Sewing hat angekündigt, dass die harte Kernkapitalquote vorübergehend das Ziel von mindestens 12,5 Prozent leicht unterschreiten könne. Quelle: Bloomberg
Deutsche Bank in Frankfurt

Bankchef Christian Sewing hat angekündigt, dass die harte Kernkapitalquote vorübergehend das Ziel von mindestens 12,5 Prozent leicht unterschreiten könne.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt Die Deutsche Bank stärkt ihre Kapitalbasis mit der Emission einer neuen Nachranganleihe. Die sogenannte Tier-2-Anleihe werde ein benchmarkfähiges Volumen haben und sie werde den Eigenkapitalpuffer der Bank erhöhen, teilte das Institut am Montag mit.

Solche Benchmark-Anleihen haben Finanzkreisen zufolge in der Regel ein Volumen von 750 Millionen Euro. Darüber hinaus kündigte das größte deutsche Geldhaus an, für zwei Milliarden Euro bestimmte Anleihen zurückzukaufen, die nicht mehr auf das Eigenkapital der Bank anrechenbar seien.

Durch die Coronakrise ist die Eigenkapitalquote der Deutschen Bank geschwächt. Vorstandschef Christian Sewing hatte bei der Vorlage der Quartalszahlen angekündigt, dass die harte Kernkapitalquote vorübergehend das Ziel von mindestens 12,5 Prozent leicht unterschreiten könne.

Wegen der Coronakrise drohen Banken vermehrt Kreditausfälle durch Firmeninsolvenzen, die Risikovorsorge für faule Kredite haben die Institute im ersten Quartal bereits deutlich erhöht. Finanzaufseher rechnen damit, dass die größte Welle erst im Sommer auf die Geldhäuser zurollt.

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    Damit Banken in der Euro-Zone die Krise besser überstehen, hat die Europäische Zentralbank (EZB) die regulatorischen Anforderungen gelockert. Zudem können sie sich einfacher und günstiger als bisher bei der EZB refinanzieren.

    Dazu hat die Notenbank große, zielgerichtete Geldspritzen für Banken aufgelegt, die in der Fachwelt TLTRO III genannt werden, um in der Krise die Liquiditätsversorgung sicherzustellen. Darüber hinaus erlaubt es die Zentralbank den Banken, Nachranganleihen (Tier 1 und Tier 2) zum Eigenkapital hinzuzurechnen.

    Die Besitzer von Nachranganleihen werden nachrangig, also erst nach allen anderen Gläubigern, bedient, wenn der Emittent insolvent wird. Die Papiere haben eine unendliche oder sehr lange Laufzeit, können aber nach einer gewissen Zeit getilgt werden. Wegen des höheren Risikos erhalten Anleger eine höhere Verzinsung als bei anderen Anleihen.

    Mehr: Die Bank hat im ersten Quartal die Analystenschätzungen übertroffen.

    • rtr
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