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Ergebnisse kommen später Stresstest kann für Banken böse Überraschungen bringen

Die Banken sollen vorerst keine Ergebnisse des Bilanz-TÜVs erfahren – die könnten auch ungemütlich werden. Der Stresstest, der eine Bankenkrise in den Jahren 2014 bis 2016 simuliert, setzt auf den Bilanzen von 2013 auf.
08.08.2014 - 16:57 Uhr Kommentieren
Die Skyline von Frankfurt am Main: Auch wenn eine Bank nach Auffassung der Prüfer zu geringe Rückstellungen gebildet hat, hat das Folgen für den Stresstest. Quelle: dpa

Die Skyline von Frankfurt am Main: Auch wenn eine Bank nach Auffassung der Prüfer zu geringe Rückstellungen gebildet hat, hat das Folgen für den Stresstest.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Großbanken in der Euro-Zone müssen sich beim laufenden Gesundheitscheck der Europäischen Zentralbank (EZB) auf böse Überraschungen gefasst machen. Wenn die Prüfer bei dem vorausgehenden Bilanz-TÜV ein geringeres Eigenkapitalpolster errechnen als die Institute selbst, fließen diese Ergebnisse auch in den folgenden Stresstest ein, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Handbuch für die Zusammenführung der beiden Prüfungsteile hervorgeht. Von den Korrekturen erfahren sollen die Banken aber in der Regel erst bei der Veröffentlichung der gesammelten Ergebnisse, die für die zweite Oktober-Hälfte geplant ist. Denn die EZB will vermeiden, dass die Banken von ihrem Abschneiden vorzeitig Wind bekommen.

„Es gibt einen Prozess, bei denen wir unsere Erkenntnisse mit den Banken überprüfen, aber wir werden ihnen nicht das ganze Bild zeigen“, sagte Jukka Vesala, der für die EZB den Stresstest überwacht. Im September soll überprüft werden, wie die Ergebnisse von Bilanzprüfung und Stresstest zusammenpassen. Zurzeit prüften 84 EZB-Mitarbeiter die von den Banken gemeldeten Zahlen - 307.000 Datensätze pro Institut. „Sie arbeiten rund um die Uhr“, sagte Vesala.

Der Stresstest, der eine Bankenkrise in den Jahren 2014 bis 2016 simuliert, setzt auf den Bilanzen von 2013 auf. Das soll zum einen dafür sorgen, dass alle Banken nach den gleichen Kriterien beurteilt werden, zum anderen dafür, dass keine Bank, die besteht, bald darauf in Schwierigkeiten kommt, weil sich in ihren Bilanzen ungeahnte Löcher auftun. Kommen die Aufseher etwa für das vergangene Jahr nur auf eine harte Kernkapitalquote von neun statt der von der Bank selbst errechneten zehn Prozent, setzt der Stresstest auch auf den neun Prozent auf. Damit wird das Polster kleiner, das das Institut in einer Krise aufbrauchen kann. Nach drei widrigen Jahren muss noch ein Kapitalpolster von mindestens 5,5 Prozent übrig bleiben, um den Stresstest zu bestehen.

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