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Erneute Verluste HSH Nordbank sieht positives Ergebnis erst 2014

Vor kurzem haben Schleswig-Holstein und Hamburg beschlossen, ihre Staatsgarantien für die HSH Nordbank zu erhöhen. Doch das kostet die Landesbank Gebühren. Schwarze Zahlen seien so erst im kommenden Jahr möglich.
11.04.2013 - 11:04 Uhr Kommentieren
Weiter Verluste bei der HSH Nordbank: „Bad Bank“ und Garantien kosten die Landesbank Geld. Quelle: dapd

Weiter Verluste bei der HSH Nordbank: „Bad Bank“ und Garantien kosten die Landesbank Geld.

(Foto: dapd)

Hamburg Die Schifffahrtskrise und hohe Gebühren für Staatsgarantien brocken der HSH Nordbank auch im laufenden Jahr einen Verlust ein. Wegen der Lasten durch drohende Kreditausfälle in der internen „Bad Bank“ und steigender Garantiekosten geht die Landesbank in diesem Jahr von einem weiteren Fehlbetrag aus, wie der Vorstand am Donnerstag zur Bilanzvorlage für 2012 mitteilte. Erst 2014 ist ein Lichtstreif am Horizont in Sicht. Dann will das seit Jahren kriselnde Institut dank weiterer Fortschritte im Kerngeschäft „ein deutlich positives Konzernergebnis“ erwirtschaften.

Im abgelaufenen Jahr musste die HSH, die nach wie vor in der Schiffsfinanzierung führend ist, erneut viel Geld für drohende Kreditausfälle zurücklegen. Hinzu kamen 473 Millionen Euro an künftigen Gebühren für Garantien, die bereits jetzt in der Bilanz verbucht wurden. Der Vorsteuerverlust verringerte sich dennoch leicht auf 185 (Vorjahresminus: 206) Millionen Euro, weil es im Kerngeschäft bereits besser lief. Nach Steuern blieb ein nach Steuern von 124 (Vorjahresminus: 265) Millionen Euro.

Das Geschäft der Bank habe derzeit zwei Seiten, sagte der Vorstandsvorsitzende Constantin von Oesterreich. Zum einen sei es gelungen, das Kundengeschäft der Bank mit guten Margen auszubauen. Auf der anderen Seite stünden die Altlasten der Bank aus den Jahren vor der Finanzkrise, die weiterhin die Erfolge der Kernbank überlagerten.

Die HSH hatte zuletzt gewarnt, dass sie ab 2019 vermutlich bis zu 1,3 Milliarden Euro an Garantien in Anspruch nehmen wird. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Zweitverlustgarantie. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, die zusammen 85 Prozent an der Nordbank halten, müssen dabei einspringen, wenn die Bank in einem bestimmten Kredit- und Wertpapierportfolio Verluste einfährt, die über den vereinbarten Selbstbehalt von 3,2 Milliarden Euro hinausgehen.

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    Um die Bank zu stabilisieren, hatten die Länder kürzlich beschlossen, ihre Staatsgarantien für die Bank wieder um drei auf zehn Milliarden Euro aufzustocken. Davor hatte das Management Garantien zurückgegeben, um Gebühren zu sparen - was sich rückblickend als fatale Fehlentscheidung erwies. Wegen der Wiederaufstockung rechnet die HSH mit einem neuen Beihilfeverfahren der EU-Kommission, das sich bis ins Jahr 2014 hinziehen kann.

    • rtr
    • dpa
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