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Erste Abwicklungsanstalt Bad Bank der WestLB macht Minigewinn

Die Erste Abwicklungsanstalt hat in den Jahren 2010 und 2011 einen Verlust von 2,5 Milliarden Euro gemacht. Jetzt überrascht die Bad Bank der WestLB mit einem kleinen Überschuss.
22.04.2013 - 15:09 Uhr Kommentieren
Die „Bad Bank“ der WestLB: Bei der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA) liegen faule Papiere der ehemaligen Landesbank. Quelle: dpa

Die „Bad Bank“ der WestLB: Bei der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA) liegen faule Papiere der ehemaligen Landesbank.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Bad Bank der WestLB hat nach zwei herben Verlustjahren 2012 einen Minigewinn erzielt. Dank Rückenwind unter anderem durch die Erholung der US-Immobilienmarktes weist die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) einen Jahresüberschuss von 6,6 Millionen Euro aus. 2011 hatte der Schuldenschnitt für Griechenland zu einem Verlust der Bad Bank von 878 Millionen Euro geführt.

Der Vorstand betonte, dass die Abwicklung der WestLB-Papiere schneller als geplant vorankomme. Seit ihrer Gründung vor gut drei Jahren habe die Bad Bank in mehreren Schritten Bestände in der Größenordnung von rund 200 Milliarden Euro übernommen. Abgewickelt wurden bereits Kredit- und Wertpapiere im Gesamtvolumen von 68 Milliarden Euro.

Auch bei einem anderen WestLB-Überbleibsel tut sich etwas: Portigon, der Nachfolger der von Skandalen erschütterten Landesbank, streicht in Zukunft massiv Stellen. Die Planungen des Vorstands sehen vor, die Portigon AG bis zum Jahr 2016 auf 150 Mitarbeiter von zuletzt 2600 zu schrumpfen.

Allerdings werden zunächst 500 Beschäftigte in eine Tochtergesellschaft „Portigon Financial Services“ übertragen. Die Zukunft dieses Teilbereichs ist ungewiss.

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    Die neu zu schaffende Sparte arbeitet als Dienstleister für die Bad Bank EAA, in der die schwer verkäuflichen Wertpapiere aus WestLB-Beständen geparkt sind. Auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) greift nach der Übernahme eines Teils der ehemaligen WestLB auf diese Dienste zurück - zunächst aber nur bis Mitte 2014. Ob der Vertrag verlängert wird, ist unklar.

    Bislang war von einer Zielgröße von 980 Mitarbeitern zum Ende des Jahres 2016 die Rede gewesen – diese Zahl hatte aber wohl die Mitarbeiter der Portigon Financial Services und der IT beinhaltet.

    Portigon ist Rechtsnachfolger der WestLB. Die einst größte deutsche Landesbank wurde Mitte des Jahres nach einer langen Kette von Skandalen, Fehlspekulationen und Rangeleien um öffentliche Garantien und Finanzspritzen auf Druck der EU-Kommission zerschlagen. Die EAA kümmert sich als Bad Bank um schwer verkäufliche Portfolios der Ex-WestLB im Wert von rund 200 Milliarden Euro und ist der Kunde Portigons.

    • ert
    • dpa
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