EU-Bankenunion EZB-Aufsicht wegen Abwicklung von lettischer Bank in der Kritik
Gegen die lettische Bank wurden Vorwürfe der Geldwäsche laut.
Brüssel Die Pleite des drittgrößten Instituts Lettlands habe „gravierende Mängel in der Funktionsweise der Bankenunion aufgedeckt“, sagt der grüne Europaabgeordnete Sven Giegold. Die Grünen haben deshalb eine offizielle Anfrage an die EU-Kommission, an die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) und an die EU-Bankenabwicklungsbehörde gestellt. Die Chefin der EZB-Bankenaufsicht Danièle Nouy werde sich bei ihrer Anhörung in zwei Wochen im Wirtschaftsausschuss sehr kritischen Fragen stellen müssen, hieß es in Brüssel.
Das US-Finanzministerium hatte der ABLV Mitte Februar Geldwäsche vorgeworfen und damit die Bank in einen akuten Liquiditätsengpass gestürzt. Die EZB verhängte daraufhin eine Auszahlungssperre und erzwang die Schließung.
Der Fall wirft Fragen auf, weil die EU-Aufsichtsbehörden erst nach Hinweisen aus den USA aktiv wurden. Ein Grund dafür scheint zu sein, dass die nationalen Behörden allein für den Kampf gegen Geldwäsche zuständig sind und die EZB-Bankenaufsicht nicht über Verdachtsfälle informieren. Die EU-Aufsicht hat bei Geldwäsche keine Kompetenzen.
Jetzt weiterlesen
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen
Jetzt weiterlesen
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen





