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Euribor-Zinsmanipulation Ex-Barclays-Händler im Euribor-Fall zu Gerichtskosten in Millionenhöhe verurteilt

Zwei Ex-Barclays-Händler, die zurzeit wegen Manipulation der Euribor-Zinssätze im Gefängnis sitzen, müssen nun Gerichtskosten in Millionenhöhe zahlen.
05.03.2020 - 17:25 Uhr Kommentieren
Zwei Ex-Barclays-Händler sitzen wegen Euribor-Manipulation im Gefängnis und müssen nun Gerichtskosten zahlen. Quelle: Reuters
Händler der Barclays Bank in London

Zwei Ex-Barclays-Händler sitzen wegen Euribor-Manipulation im Gefängnis und müssen nun Gerichtskosten zahlen.

(Foto: Reuters)

London Zwei ehemalige Banker von Barclays Plc wurden zur Zahlung von Gerichtskosten über 1,2 Millionen Pfund (1,6 Millionen Dollar) an die Staatsanwaltschaft verurteilt, nachdem sie der Manipulation der Euribor-Zinssätze für schuldig befunden worden waren.

Bereits im April vergangenen Jahres wurden Colin Bermingham und Carlo Palombo für fünf beziehungsweise vier Jahre ins Gefängnis geschickt. Bermingham wurde aufgefordert, innerhalb von 24 Monaten 300.000 Pfund an Kosten für die Staatsanwaltschaft zu zahlen, während Palombo 725.000 Pfund zahlen muss. Ein Londoner Richter wies Palombo zudem an, innerhalb von drei Monaten weitere 182.000 Pfund zu zahlen oder weitere 30 Monate im Gefängnis zu verbringen.

Die Männer wurden vor einem Jahr verurteilt, da die beiden zusammen mit Händlern anderer Banken versucht haben, zwischen 2005 und 2009 den Leitzins der Eurozone, den Euribor, zu manipulieren. Sie waren die letzten beiden Verurteilten in der siebenjährigen Untersuchung des Serious Fraud Office (SFO), der britischen Behörde für schwere Wirtschaftsverbrechen, wegen angeblicher Kursmanipulation.

Die Anwälte der Männer reagierten nicht auf die Aufforderung zur Stellungnahme.

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    Der Euribor-Satz wird jeden Vormittag festgelegt. Damals, in den Jahren 2005 bis 2009, lief das so, dass 48 Panel-Banken mitteilten, zu welchem Zinssatz sie Geld an andere Banken verleihen würden. Daraus wurde ein Durchschnitt ermittelt. Von diesem Referenzzins hängen die Zinsen für Finanzprodukte in Höhe von 180 Billionen Dollar ab – vom Festgeld bis zum Immobilienkredit.

    Im Prozess wurde klar, dass die Banken häufig den Zinssatz meldeten, der im Interesse ihrer eigenen Händler war. So konnten sie versuchen, den Durchschnitt zu heben oder zu senken – und ihre Handelsgewinne erhöhen. Die Staatsanwaltschaft musste den Händlern nicht nachweisen, dass sie den Zinssatz tatsächlich beeinflusst und Profit daraus geschlagen haben. Die Jury musste nur zu dem Schluss kommen, dass es Absprachen gab.

    Mehr: Verbindung von Barclays-Chef zu Sexualstraftäter Epstein überschattet gute Jahreszahlen.

    • Bloomberg
    • cvo
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