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Euronext Börse setzt sich selbst vom Handel aus

Verkehrte Welt in Holland: Die Amsterdamer Börse Euronext setzte im Streit mit der Regierung ihre eigenen Aktien vom Handel aus. Der Grund: Sie fühlt sich vom Staat unfair behandelt.
17.12.2015 - 12:22 Uhr
Der Börsenbetreiber setzte am Donnerstag seine eigenen Aktien vom Handel aus. Quelle: Reuters
Euronext-Handelsraum in Paris

Der Börsenbetreiber setzte am Donnerstag seine eigenen Aktien vom Handel aus.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Es klingt wie ein Streich aus Schilda, doch der Schauplatz ist Amsterdam: Dort hat die niederländische Börse Euronext am Donnerstag ihre eigenen Aktien vom Handel ausgesetzt. Die Börse erklärte das mit einem anstehenden Gerichtsurteil in eigener Sache. Denn der Börsenbetreiber liegt mit dem niederländischen Finanzminister im Clinch. 

Euronext betreibt Handelsplätze in Amsterdam, Paris, Brüssel, London und Lissabon. Die niederländische Regierung hatte die Börse dazu verpflichtet, bis 2017 unter anderem 250 Millionen Euro Kapital vorzuhalten. Diese Auflage hatte der Staat dem Unternehmen beim Börsengang im vergangenen Jahr erteilt. Die Euronext zog dagegen vor Gericht. Sie will nicht wie eine Bank, sondern wie eine Börse behandelt werden – und fürchtet durch die Kapitalanforderungen Nachteile im Wettbewerb mit anderen Börsenbetreibern.

Die lukrativsten Märkte der letzten 20 Jahre
Platz 18: Japan
1 von 18

Die Sutor Bank hat die 18 wichtigsten Aktienmärkte der Welt im Zeitraum von 20 Jahren untersucht, um herauszufinden, welcher Markt die stärkste Performance hatte. In der Auswertung der Hamburger Privatbank kommt Japan auf den letzten Platz. „Das war durchaus erwartbar“, kommentierte Lutz Neumann, Leiter der Vermögensberatung der Sutor Bank, das schlechte Abschneiden Japans. Auf den anderen Plätzen fanden sich allerdings ein paar Überraschungen.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 0,19 Prozent pro Jahr

(Foto: dpa)
Platz 17: Österreich
2 von 18

Ziemlich oft bergab ging es auch für Anleger am österreichischen Aktienmarkt. Auf 20-Jahressicht schaffte der österreichische MSCI Austria Index immerhin doch noch ein Plus. Schlusslicht war Österreich unter anderem im Jahr 2014. Die Sanktionen gegen Russland belasteten österreichische Banken und Unternehmen, die stark in Russland engagiert sind.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 1,65 Prozent pro Jahr

(Foto: dpa)
Platz 16: Italien
3 von 18

Der MSCI Italy Index gehört im internationalen Vergleich der Sutor Bank ebenfalls zu den Schlusslichtern. Besonders schlecht lief es für den italienischen Aktienmarkt in den Jahren 2010 und 2011 als die europäische Schuldenkrise aufkam.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 3,99 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 15: Singapur
4 von 18

Singapur ist ein beliebter Finanzplatz und verfügt über eine beeindruckende Skyline. Besonders hoch hinaus kamen hier Anleger jedoch nicht. Der MSCI Singapore Index gehört zu den schwächsten innerhalb der vergangenen 20 Jahre.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 5,35 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 14: Belgien
5 von 18

In der Gesamtwertung kommt Belgiens Aktienmarkt nur auf den vierzehnten Platz. Allerdings holte der MSCI Belgium Index in den vergangenen Jahren deutlich auf. 2014 schlug er alle anderen Indizes mit einem Plus von 37 Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 6,8 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 13: Frankreich
6 von 18

Der Aktienmarkt der zweitgrößten europäischen Volkswirtschaft schaffte es innerhalb der letzten zwanzig Jahr nicht unter die Top 10 (im Schnitt). Besonders schlecht lief es in den Jahren 2001 (- 18 Prozent) und 2002 (- 33 Prozent). Lutz Neumann von der Sutor Bank betont, dass die Entwicklung eher zufällig erfolgt. Eine belastbare, seriöse Vorhersage sei unmöglich, erklärt die Privatbank.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 7,15 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)
Platz 12: Norwegen
7 von 18

Der norwegische Aktienmarkt erlebte einen legendären Boom im Jahr 2009: Der MSCI Norway Index stieg um sagenhafte 81 Prozent. 2014 gehörte er allerdings zu den schwächsten Märkten, mit einem Minus von elf Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 7,31 Prozent pro Jahr

(Foto: Imago)

Mit ihrer Klage hatte die Börse Erfolg: Ein Gericht in Rotterdam gab am Donnerstag einem Euronext-Einspruch statt und erklärte die Vorgaben der Regierung für nichtig. Die Börse begrüßte das Urteil. „Euronext wird den Dialog mit dem Finanzministerium fortsetzen”, heißt es in einem Statement.

Der Handel mit der Euronext-Aktie war bis zur Bekanntgabe des Urteils ausgesetzt worden. Dabei handelt es sich um keinen ungewöhnlichen Vorgang: Zeichnen sich während der Handelszeiten kursrelevante Nachrichten ab, kann die Börse den Handel mit einer Aktie aussetzen, damit sich alle Anleger neu informieren können. Die Handelsaussetzung soll verhindern, dass einzelne Anleger einen Informationsvorsprung erlangen.

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