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Ex-HSH-Nordbank Hamburg Commercial Bank erzielt im ersten Halbjahr Gewinn

Die Folgen der Corona-Pandemie bekommt auch die HCOB zu spüren. Die Bank verringert weiter ihre Risikopositionen. Das Ausmaß der Krise sei noch nicht abzusehen.
27.08.2020 Update: 27.08.2020 - 13:13 Uhr Kommentieren
Anfang 2019 ist d ie HCOB aus der ehemaligen Landesbank HSH Nordbank hervorgegangen. Quelle: dpa
Hamburg Commercial Bank

Anfang 2019 ist die HCOB aus der ehemaligen Landesbank HSH Nordbank hervorgegangen.

(Foto: dpa)

Hamburg Die Hamburg Commercial Bank (HCOB) rüstet sich mit erhöhter Risikovorsorge verstärkt für die Folgen der Corona-Krise und muss auch deshalb einen Gewinneinbruch wegstecken. Das Vorsteuerergebnis sank im ersten Halbjahr binnen Jahresfrist um rund ein Viertel auf 71 Millionen Euro, wie die ehemalige HSH Nordbank am Donnerstag mitteilte. Wir ziehen uns sehr warm an“, sagte Konzernchef Stefan Ermisch. Man wappne sich für mögliche Kreditausfälle.

Zugleich schrumpfte das Neugeschäft der Bank um 61 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. „Die Nachfrage ist geringer geworden und wir sind vorsichtiger geworden.“ Wegen der Rezession und des Konzernumbaus fahre man zudem die Risiken spürbar herunter. Für 2020 peilt die Bank etwas mehr Gewinn an als die 77 Millionen Euro vor Steuern im Vorjahr.

Das Institut war Ende 2018 als erste Landesbank privatisiert worden und ging für eine Milliarde Euro an Finanzinvestoren um Cerberus und JC Flowers. Die HCOB will ihren Schrumpfkurs in den nächsten Jahren fortsetzen und die Rendite vor Steuern bis 2022 von zuletzt gut drei Prozent auf über neun Prozent steigern.

Von den Mitte 2020 noch 1215 Vollzeitstellen sollen nur etwa 720 übrig bleiben. Damit beläuft sich der Personalabbau insgesamt auf rund 60 Prozent. Die Bilanzsumme soll bis 2022 auf rund 30 (Mitte 2020: 42) Milliarden Euro sinken - das Niveau einer größeren Sparkasse. Man setze den Umbau trotz Einschnitten konsequent fort, sagte Ermisch. „Wir sind genau in der Mitte angekommen.“

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    Zum 1. Januar 2022 soll das Institut in das Haftungssystem der privaten Banken wechseln. Auch um die strengen Anforderungen hierfür zu erfüllen fährt die Bank einen sehr vorsichtigen Kurs und erhöhte die Risikovorsorge deutlich auf 94 Millionen Euro. „Unsere Politik ist konservativer als die der EZB“, sagte Ermisch mit Blick auf die Europäische Zentralbank.

    Der langjährige Finanzchef Oliver Gatzke verlässt derweil zum Monatsende die Bank und nannte persönliche Gründe dafür. Zudem wolle er einen Beitrag leisten, um die Governance Strukturen an die veränderte Bank anzupassen. Gatzke signalisierte, der Vorstand sei mit sechs Mitgliedern zu groß. Die neuen Eigner um Cerberus hatten 2019 zwei Manager aus ihrem Umfeld in das Gremium geschickt.

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    • rtr
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