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Ex-Karmann-Tochter Finanzinvestor DBAG kauft wieder zu

Zuletzt war die Frankfurter DBAG Ende des vergangenen Jahres aktiv. Nun hat der Finanzinvestor wieder zugeschlagen. Das Übernahmeobjekt: Textilhersteller Heytex Bramsche. Etwa 60 Millionen dürfte der Kauf gekostet haben.
27.11.2012 - 19:30 Uhr Kommentieren
Um die 60 Millionen Euro dürfte der Kauf von Heytex Bramsche gekostet haben. Quelle: Reuters

Um die 60 Millionen Euro dürfte der Kauf von Heytex Bramsche gekostet haben.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Nach fast einem Jahr Pause hat der börsennotierte Finanzinvestor DBAG wieder ein Unternehmen gekauft. Die Deutsche Beteiligungs-AG (DBAG) übernimmt nach Angaben vom Dienstag die Heytex Bramsche GmbH, einen Hersteller von Textilien etwa für Werbebanner, Lkw-Planen oder Förderbänder.

Der Kaufpreis dürfte nach Reuters-Berechnungen bei rund 60 Millionen Euro liegen. Die DBAG selbst steuert dazu 6,6 Millionen Euro Eigenkapital bei, der Rest kommt aus dem parallel investierenden DBAG Fund V, vom Heytex-Management und aus Krediten. Der bisherige Eigentümer der niedersächsischen Firma, die von der NordLB dominierte Beteiligungsgesellschaft Nord Holding, bleibt mit zehn Prozent beteiligt.

Das 1913 als Segeltuchweberei gegründete Unternehmen aus Bramsche gehörte bis 2007 zum Autozulieferer Karmann. Als dieser in Schieflage geriet, wurde Heytex an die Nord Holding verkauft. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen mit 300 Mitarbeitern mit einem Umsatz von 80 Millionen Euro.

Die auf Mittelständler spezialisierte Frankfurter DBAG war zuletzt Ende vergangenen Jahres als Käufer eines Anlagenbauers für den Flugzeugbau (Brötje Automation) und eines Herstellers von Omnibus-Klimaanlagen (Spheros) aufgetreten. Verkauft wurde im Oktober der Stuttgarter Maschinenbauer Coperion, der 408 Millionen Euro einbrachte und der DBAG damit eigenen Angaben zufolge zu einer Vervierfachung ihres Einsatzes verhalf.

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