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EZB-Kreditlinien Italienische Banken haben weiter Appetit

Die nächste Kreditlinie der Europäischen Zentralbank trifft bei italienischen Banken schon jetzt auf großes Interesse. Fast ein Drittel der rund 50 Milliarden Euro, mit denen Experten rechnen, wollen sie für sich abrufen.
16.06.2015 - 14:18 Uhr Kommentieren
Das Turiner Finanzhaus wird wohl den größten Betrag der nächsten EZB-Kreditlinie für sich ordern. Quelle: Reuters
Intesa Sanpaolo

Das Turiner Finanzhaus wird wohl den größten Betrag der nächsten EZB-Kreditlinie für sich ordern.

(Foto: Reuters)

Mailand Die italienischen Banken werden bei der nächsten längerfristigen Kreditlinie der EZB voraussichtlich kräftig zugreifen. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge werden die Institute am Donnerstag rund 14,4 Milliarden Euro bei der Europäischen Zentralbank (EZB) abrufen. Die Kalkulation basiert auf Daten, die 15 größere Geldhäuser des EU-Landes vorgelegt haben.

Damit würden sich diese fast 30 Prozent der gesamten Kreditlinie sichern, die von Experten auf rund 50 Milliarden Euro geschätzt wird. Den größten Batzen unter den italienischen Banken dürfte Intesa Sanpaolo mit rund fünf Milliarden Euro ordern, gefolgt von der Banco Popolare mit rund 3,2 Milliarden Euro.

Im März war die Nachfrage bei der jüngsten EZB-Kreditlinie – im Fachjargon TLTRO genannt – noch fast doppelt so hoch ausgefallen. Dass der Appetit der Banken nun voraussichtlich nachlässt, dürfte auch mit dem im März angelaufenen Staatsanleihen-Kaufprogramm der EZB zusammenhängen. Sie pumpt Monat für Monat massiv Liquidität in den Markt, womit die Banken weniger stark auf die TLTROs angewiesen sind.

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