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Faule Hypothekenpapiere New Yorker Staatsanwalt droht Banken

Wegen des Verkaufs von faulen Hypothekenpapieren will der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneidermann weitere Banken anklagen. Auch die anonymen Handelsplattformen sollen geprüft werden.
16.01.2015 - 03:33 Uhr Kommentieren
New Yorks Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman im August 2014 bei einer Pressekonferenz. Er will weitere Banken wegen des Verkaufs von faulen Hypothekenpapieren anklagen. Quelle: Reuters

New Yorks Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman im August 2014 bei einer Pressekonferenz. Er will weitere Banken wegen des Verkaufs von faulen Hypothekenpapieren anklagen.

(Foto: Reuters)

New York Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneidermann plant weitere Klagen gegen die weltgrößten Banken wegen des Verkaufs fauler Hypothekenpapiere. Einige Geldhäuser hätten das gleiche Fehlverhalten an den Tag gelegt wie JP Morgan, Bank of America und Citigroup, gegen die die Strafverfolger Bußen in Milliardenhöhe verhängt haben. "Offensichtlich waren viel mehr Institutionen involviert", sagte Schneidermann in einem Interview, das diese Woche geführt wurde. "Also wird es auch mehr Klagen geben".

Er wollte sich nicht dazu äußern, ob er Vergleichsverhandlungen mit Morgan Stanley führt. Die Bank könnte Insidern zufolge als nächste eine Einigung erzielen. Ein Morgan-Stanley-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ebenfalls ab.

Auch beim Thema anonyme Handelsplattform (Dark Pools) werde er aktiv sein, sagte der oberste Strafverfolger von New York. Mehrere Großbanken hatten Ermittlungen der Aufseher wegen dieser außerbörslichen Handelsplattformen bestätigt. Auf ihnen müssen Käufer und Verkäufer ihre Orders nicht publik machen. Genutzt wird der Schattenhandel besonders von institutionellen Investoren, die unbemerkt große Aktienpakete kaufen oder verkaufen wollen. In dem Markt tummeln sich auch viele Hedgefonds und Hochfrequenzhändler. Die fehlende Transparenz hat die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen. Sie befürchten, dass einige Marktteilnehmer von den Banken zugunsten der Hochfrequenzhändler über den Tisch gezogen wurden. Schneidermann wollte sich nicht dazu äußern, ob er wegen der "Dark Pools" weitere Fälle verfolgen wird.

Erst am Donnerstag hatte die UBS ein Verfahren in Zusammenhang mit ihrer anonymen Handelsplattform in den USA mit einer Geldzahlung von 14,4 Millionen Dollar beigelegt. Die US-Wertpapieraufsicht SEC hatte der UBS vorgeworfen, bei gewissen Geschäften auf ihrem amerikanischen Dark Pool Regeln verletzt zu haben.

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