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Finanzaufsicht Neuer Sheriff für die Londoner City

Chef der britischen Finanzaufsicht FCA wird der Börsenmanager Nikhil Rathi. Ihm kommt nach dem Brexit eine Schlüsselrolle zu.
22.06.2020 - 13:00 Uhr Kommentieren
Der neue Chef der britischen Finanzaufsicht FCA spielt nach dem Brexit eine Schlüsselrolle. Quelle: REUTERS
Nikhil Rathi

Der neue Chef der britischen Finanzaufsicht FCA spielt nach dem Brexit eine Schlüsselrolle.

(Foto: REUTERS)

London Die britische Finanzbranche bekommt einen neuen Oberkontrolleur: Das Finanzministerium hat am Montag Nikhil Rathi zum Chef der Finanzaufsicht FCA ernannt. Der 40-Jährige war bisher CEO der Londoner Börse innerhalb der London Stock Exchange Group (LSEG), zu der auch die Mailänder Börse gehört. In dieser Funktion hatte er seit 2015 das internationale Geschäft ausgebaut.

Als Chef der FCA kommt ihm eine Schlüsselrolle dabei zu, wie sich nach dem Brexit die Zusammenarbeit Großbritanniens und der EU im Finanzsektor gestaltet. Noch sind die Freihandelsgespräche nicht abgeschlossen, doch es wird erwartet, dass der Finanzsektor keine Sonderregelung bekommt.

Britische Finanzdienstleister werden voraussichtlich nur eingeschränkten Zugang zum Binnenmarkt gemäß dem Äquivalenzregime der EU erhalten. Dieser Zugang kann von der EU einseitig gekündigt werden, wenn Großbritannien von den EU-Regeln abweicht.

Rathi: FCA bleibt Vorreiter bei internationaler Regulierung 

Um eine Fragmentierung der europäischen Kapitalmärkte zu verhindern, müssen die Aufseher auf beiden Seiten eng kooperieren. Rathi hat sich immer wieder für eine stärkere Integration der europäischen Kapitalmärkte eingesetzt. Die FCA werde weiter eine Vorreiterrolle bei der internationalen Regulierung einnehmen, sagte Rathi nach seiner Ernennung.

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    Die Behörde sieht sich traditionell als Kontrolleur, aber zugleich auch als Förderer des Finanzsektors. Zuletzt hatte sie die Entstehung der Fintech-Szene in London entscheidend unterstützt. Der neue Chef wird vor allem europäische Ängste vor einer möglichen Deregulierung ausräumen müssen.
    Die Befindlichkeiten auf dem Kontinent kennt Rathi genau. Begonnen hatte der Oxford-Absolvent seine Karriere als Assistent der Premierminister Tony Blair und Gordon Brown. Danach war er Beamter im Finanzministerium und hatte das Königreich unter anderem im Finanzausschuss der EU vertreten.

    Der britische Finanzminister Rishi Sunak zeigte sich „entzückt“, dass Rathi den Posten angenommen habe. Er sei der „herausragende Kandidat“ gewesen.

    Bei der Londoner Börse wird Rathi vorerst durch Denzil Jenkins ersetzt. Der bisherige Compliance-Chef wurde zum Interimschef ernannt. Er berichtet an LSE-Gruppenchef David Schwimmer.

    Mehr: Wie Deutschland sich auf ein mögliches Scheitern des Brexit vorbereitet.

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