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Finanzausschuss Bafin: Strengere Wirecard-Kontrolle nicht an EZB gescheitert

Die Einstufung von Wirecard als Finanzholding soll an der EZB gescheitert sein, wird Hufeld im Finanzausschuss zitiert. Die BaFin widerspricht diesem Eindruck.
01.07.2020 Update: 01.07.2020 - 15:28 Uhr 1 Kommentar
Der Bafin-Chef verteidigte auch das Verbot von Leerverkäufen bei Wirecard. Quelle: dpa
Felix Hufeld

Der Bafin-Chef verteidigte auch das Verbot von Leerverkäufen bei Wirecard.

(Foto: dpa)

Berlin Bafin-Chef Felix Hufeld hat die Bonner Finanzaufsicht gegen Kritik im Wirecard-Bilanzskandal verteidigt. Im Finanzausschuss des Bundestages sagte er am Mittwoch nach Angaben mehrerer Teilnehmer, es sei alles rechtmäßig abgelaufen. Hufeld verteidigte demzufolge auch das Verbot von Leerverkäufen und sagte, die 19-monatige Prüfung der als Bilanzpolizei bekannten DPR sei nicht ungewöhnlich lang gewesen.

Die Einstufung von Wirecard als Finanzholding sei an der Europäischen Zentralbank (EZB) gescheitert, was die Aufsicht erschwert habe, wurde Hufeld zitiert.

Die Finanzaufsicht Bafin hingegen widerspricht nach dem Auftritt ihres Chefs Felix Hufeld im Finanzausschuss des Bundestags dem Eindruck, dass eine strengere Regulierung der Wirecard AG am Widerstand der EZB gescheitert sei.

„Herr Hufeld hat zu keinem Zeitpunkt in der Sitzung des Finanzausschusses im Deutschen Bundestag vorgetragen, dass die Einstufung von Wirecard als Finanzholding an der Europäischen Zentralbank (EZB) gescheitert sei“, sagte eine BaFin-Sprecherin am Mittwoch.

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    „Er hat im Gegenteil betont, dass alle bisherigen Entscheidungen in vollständigem Konsens mit den beteiligten Institutionen Deutsche Bundesbank und EZB getroffen worden sind.“ Die Wirecard AG sei bislang nach Einschätzung aller beteiligten Institutionen nicht als Finanzholding einzustufen gewesen.

    Bei einer Einstufung der Wirecard AG als Finanzholding hätten die Finanzaufseher sie strenger kontrollieren können. So kann die Bafin nach dem Kreditwesengesetz Sonderprüfer in eine Bank schicken, um Vorwürfe zu prüfen und dem Institut auf den Zahn zu fühlen.

    Bei anderen Unternehmen muss die Behörde beim Verdacht der Bilanzmanipulation dagegen zunächst die auch als „Bilanzpolizei“ bekannte Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) einschalten.

    Mehr: Bafin-Chef Felix Hufeld verschafft sich im Wirecard-Skandal etwas Luft.

    • rtr
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    1 Kommentar zu "Finanzausschuss: Bafin: Strengere Wirecard-Kontrolle nicht an EZB gescheitert"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die BaFin ist nur groß im Strangulieren der kleinen Genossenschaftsbanken.
      Die Kleinen sollen vom Markt verschwinden und die Großen können machen was sie wollen.

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