Finanzbranche: Finanzberatung, Altersvorsorge, Einlagensicherung – Was die Ampelpläne für die deutschen Banken bedeuten
Der Koalitionsvertrag der künftigen Regierungsparteien sorgt bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken für Erleichterung. Ein Verbot der provisionsbasierten Beratung ist nicht geplant.
Foto: picture-alliance / ZBFrankfurt, Berlin. Erleichterung bei Banken und Versicherern: Anders als zwischenzeitlich befürchtet, plant die neue Bundesregierung keine harten Einschnitte für die Finanzbranche. Das besonders von den Grünen geforderte Verbot von provisionsbasierter Beratung taucht im am Mittwoch vorgestellten Koalitionsvertrag nicht mehr auf.
Bei der Schaffung einer einheitlichen europäischen Einlagensicherung, die Sparkassen und Genossenschaftsbanken ablehnen, wollen sich SPD, Grüne und FDP nur noch für eine abgespeckte Variante einsetzen. Die Finanzlobby ist voll des Lobes. Folgend die für die Finanzbranche wichtigsten Punkte aus dem Koalitionsvertrag.
Finanzberatung
Die Ampelkoalitionäre sehen davon ab, die provisionsbasierte Beratung von Anlegerinnen und Anlegern zu untersagen und durch unabhängige Honorarberatung zu ersetzen. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zeigte sich am Mittwoch erleichtert: Sparkassenpräsident Helmut Schleweis sprach von einer „guten Nachricht“.
Über ein Aus der Provisionsberatung hatten die drei Parteien in den Koalitionsgesprächen diskutiert. Die Forderung stammte aus dem Wahlprogramm der Grünen – und sorgte in der Finanzbranche für Entsetzen, insbesondere bei den Sparkassen, dem Marktführer im Geschäft mit privaten Kunden.