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Finanzdienstleister Türkische Wirecard-Tochter an Finanzinvestor verkauft

Der Insolvenzverwalter der Wirecard AG hat für die türkische Tochtergesellschaft einen Käufer gefunden. Jetzt stehen noch Verkäufe in Asien aus.
30.03.2021 Update: 30.03.2021 - 11:14 Uhr Kommentieren
Nach dem tiefen Fall wird der ehemalige Dax-Konzern nun im Insolvenzverfahren verwertet. Quelle: AP
Wirecard

Nach dem tiefen Fall wird der ehemalige Dax-Konzern nun im Insolvenzverfahren verwertet.

(Foto: AP)

Frankfurt Die türkische Tochtergesellschaft der insolventen Wirecard AG wird an den Finanzinvestor Finch Capital verkauft. Das teilte der Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Dienstag mit. Zum Verkaufspreis wurde zunächst nichts bekannt, er dürfte jedoch im einstelligen oder maximal niedrig zweistelligen Millionenbereich liegen.

Wirecard Ödeme Ve Elektronik Para Hizmetleri (Wirecard Türkei) werde durch das neugegründete, irische Unternehmen Nomu Pay übernommen. Der Gläubigerausschuss habe der Transaktion bereits zugestimmt, der Verkauf unterliege jedoch noch der Genehmigung durch die örtlichen Aufsichtsbehörden.

Die Wirecard Türkei ist unter der E-Geld- und Zahlungslizenz der türkischen Zentralbank tätig und verfügt über eine umfassende Zahlungslizenz in ihrem Bereich.

Die Gesellschaft bietet Online-Zahlungslösungen für unterschiedliche Kunden wie etwa die türkischen Mobilfunkunternehmen an. Nach Angaben des Insolvenzverwalters agiert die Tochtergesellschaft dabei autonom und weitgehend ohne Verflechtungen mit der Wirecard Gruppe oder deren anderen Tochterunternehmen.

Die türkische Tochter von Wirecard ist vergleichsweise klein und beschäftigte zuletzt rund 40 Mitarbeiter. Wirecard hatte ursprünglich große Pläne für die Einheit. So wollte der Konzern die Zahlungsabwicklung für das türkische Mautsystem übernehmen, wie in Aschheim vor der Pleite kolportiert wurde.

„Wir freuen uns, nun auch für die Wirecard Türkei eine Fortführungslösung realisieren zu können. Dieser Erfolg war zu Beginn des Insolvenzverfahrens nicht absehbar, da zur Aufrechterhaltung des Betriebs in der Türkei auch eine Anpassung des Geschäftsmodells erforderlich war“, sagte Insolvenzverwalter Jaffé.

Die Wirecard Türkei sei die letzte europäische Tochtergesellschaft, die nach dem Verkauf des Kerngeschäfts von Wirecard noch unverwertet gewesen ist, teilte der Insolvenzverwalter mit. Für weitere Töchter des Konzerns in Asien, für die Jaffé noch Käufer sucht, läuft unterdessen die Zeit ab. Noch nicht verkauft sind etwa die Einheiten in Indonesien und Vietnam.

Wie aus Finanzkreisen verlautbart, müssen die Gespräche mit potenziellen Investoren hier zu einem baldigen Abschluss kommen, andernfalls werden die Töchter liquidiert. Bereits in der Liquidation befindet sich inzwischen die Tochter in Singapur.

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