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Finanzkrise Wo Banken noch anheuern

Die Bankenbranche schliddert von Krise zu Krise. Wer in der Finanzwelt einen Job sucht, sollte gut geschult sein. Denn entscheidend ist die Qualifikation der Neulinge. Spezialisierte Fachleute sind weiterhin gefragt.
17.12.2012 - 20:25 Uhr 2 Kommentare
Wer in Frankfurt einen Job als Banker sucht, sollte genau hinsehen. Quelle: dpa

Wer in Frankfurt einen Job als Banker sucht, sollte genau hinsehen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Ob Deutsche Bank, Commerzbank, UBS oder nun Credit Suisse, viele Banken zücken derzeit den Rotstift und wollen sparen – auch beim Personal. Doch selbst wenn die Banken seit Ausbruch der Krise Stellen abgebaut haben, dramatisch ist die Lage in Deutschland nicht: Zwischen März 2007 und 2012 strichen Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken nur 4,1 Prozent der Stellen, zeigen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Die Zahl der arbeitslosen Bankkaufleute hat sich parallel trotzdem auf 3700 halbiert.

Während die privaten Banken laut ihrem Arbeitgeberverband mit einem weiteren Stellenabbau im nächsten Jahr rechnen, gehen die Genossenschaftsbanken, die 2011 sogar netto Leute eingestellt haben, von einer weiterhin stabilen Entwicklung aus. "Der große Kahlschlag findet in Finanzplätzen wie London statt, die vom Investment-Banking geprägt sind", sagt Rolf Stokburger, Partner der Personalberatung Boyden.

In Deutschland gibt es dagegen sogar Banken, die Mitarbeiter suchen – sofern sie die richtigen Qualifikationen besitzen. "Wenn Sie heute einen sicheren Job wollen, gehen Sie in die interne Kontrolle oder ins Risikomanagement", sagte Theodor Weimer, Chef der Hypo-Vereinsbank (HVB), jüngst Studenten der Frankfurt School of Finance. Gerade dort stellen Banken noch ein. "Diese Fachleute brauchen die Banken, weil die Institute immer umfassender reguliert und auch höhere Anforderungen an das Risikomanagement gestellt werden", erklärt Stokburger.

Das ist nicht der einzige Bereich, in dem es noch Jobs gibt. "Dort, wo die Banken Ertragspotenziale sehen, stellen sie noch Leute ein", meint Stokburger. Das Private Banking, die Betreuung vermögender Privatkunden, gehört dazu. Vor allem die Genossenschaftsbanken wollen diesen Bereich ausbauen. "Die sind noch kräftig am Rekrutieren, denn sie haben einen Nachholbedarf", hat Stokburger beobachtet.

Auch die Bethmann Bank sucht nach eigenen Angaben "fortlaufend qualifizierte Experten". Die Privatbank will den Anteil der Berater am Mitarbeiterstamm von derzeit 30 auf 50 Prozent erhöhen. Die meisten Banken suchen erfahrene Berater, die einen Kundenstamm haben. "Die Altersgrenze ist da keine Hürde, auch Mitarbeiter, die deutlich über 50 Jahre alt sind, haben da keine Probleme", sagt Stokburger. Ganz normale Privatkundenberater braucht die Targobank. Sie will 2013 rund zehn neue Filialen eröffnen und baut die mobile Beratung aus. Pro Zweigstelle benötigt sie mindestens fünf Banker.

Im Firmenkundengeschäft ist ebenso noch einiges möglich. Die US-Großbank JP Morgan baut den Bereich "Global Corporate Banking" weltweit aus. Sie will im Zahlungsverkehr, dem Cash Management und der Devisenbereitstellung für Unternehmenskunden wachsen. Weil in den Exportnationen Deutschland und Schweiz viele ihrer international aufgestellten Unternehmenskunden sitzen, stellt das Institut dort auch stetig Leute ein.

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2 Kommentare zu "Finanzkrise: Wo Banken noch anheuern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Genauso siehts aus. Habe auch jahrelang für eine große Bank im Privatkundengeschäft gearbeitet. Wer eine faire und vor allem unabhängige Beratung sucht, wird sie bei einer Bank nie finden.

  • Targobank sucht nur neues Kanonenfutter. Was vorne hereinkommt, fliegt hinter mental zerstört wieder raus.

    Bethmann Bank sucht keine Berater mit Kundenstamm, die suchen einen Kundenstamm, wenn es unbedingt sein muss, auch mit Berater

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