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Finanztechnologie-Firmen Finanzstabilitätsrat warnt vor riskantem Wachstum von Fintechs

Die Investments in Finanztechnologie-Firmen erreichen neue Rekorde. Der Finanzstabilitätsrat findet nun deutliche Worte und warnt vor deren Einfluss.
14.02.2019 Update: 15.02.2019 - 10:57 Uhr 1 Kommentar
Die weltweiten Investitionen in Fintechs haben laut KPMG 2018 den Rekordwert von 112 Milliarden Dollar erreicht. Quelle: Moment/Getty Images
Fintechs

Die weltweiten Investitionen in Fintechs haben laut KPMG 2018 den Rekordwert von 112 Milliarden Dollar erreicht.

(Foto: Moment/Getty Images)

Frankfurt Der Finanzstabilitätsrat FSB warnt vor den Folgen des Booms von Finanztechnologiefirmen (Fintechs). In einem am Donnerstag veröffentlichten Report untersuchte das bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) angesiedelte Gremium die Beziehung von Banken und Fintechs.

Noch sei diese größtenteils kooperativ: So machten Fintechs als Partner der Banken Angebote kundenfreundlicher und billiger und erlaubten mit neuen Datenquellen eine bessere Abschätzung von Kreditrisiken. Doch das Blatt könnte sich bald drehen, so der FSB.

„Der Strom an in den vergangenen fünf Jahren eingeführten neuen Technologien und der Trend zu offenen Bankschnittstellen könnten die Wettbewerbsdynamik schnell verändern“, schreiben die Aufseher. Sobald die Fintechs in einen echten Wettbewerb zu den etablierten Banken eintreten, könnte es laut FSB zu sinkenden Bankmargen kommen, „zu einer unangebrachten Lockerung der Kreditvergabestandards und zu einem erhöhten Risikoappetit anderer Finanzinstitutionen“.

Besonders kritisch sieht das Gremium unter Führung von Randal Quarles, Gouverneur der US-Zentralbank Fed, den Markteintritt von IT-Giganten wie Amazon, Google und Co. Aufgrund ihrer großen Kundenbasis, Kapitalstärke und IT-Kompetenz könnten sie zur Gefahr für die Finanzstabilität werden. Die etablierten Banken müssten ihre Schnittstellen für die Riesen öffnen, gleichzeitig gerieten sie in eine gefährliche Abhängigkeit, etwa von Cloud-Diensten.

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    Dass die Fintech-Branche stark wächst und sich konzentriert, zeigen Zahlen der Wirtschaftsprüfer von KPMG. Demnach haben die weltweiten Investitionen in Fintechs 2018 den Rekordwert von 112 Milliarden Dollar erreicht, eine Verdopplung gegenüber 2017. Die Deals konzentrierten sich zunehmend auf die großen Unternehmen der Branche, nicht mehr auf kleine Start-ups. Ein Beispiel ist die Übernahme der britischen Firma Worldpay durch den US-Zahlungsabwickler Vantiv.

    In Deutschland kommt der Boom aber nicht so recht an. Waren 2017 noch 88 Deals mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Milliarden Dollar geschlossen worden, sank die Zahl 2018 auf 57 Deals über 1,0 Milliarden Dollar.

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    1 Kommentar zu "Finanztechnologie-Firmen: Finanzstabilitätsrat warnt vor riskantem Wachstum von Fintechs"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Felix Holtermann
      guter Artikel: Während die Geschäftsbanken eine gute Beratung und sichere Verträge bieten, muss man den neuen Fintechs schon einen großen Vertrauensvorschuß schenken.
      Die Geschäftsbanken sind in Europa und besonders in Deutschland extrem stark reguliert. Da ist man als Kunden entsprechend sicher. Diese Regulierungen schränken das Geschäft ein und kosten den Banken einen enormen finanziellen Aufwand und bindet massiv Mitarbeiter!
      Ich persönlich ziehe die Sicherheit der Geschäftsbanken vor. Sicherheit geht mir vor ein paar Zehntel Prozent Rendite/Zinsen.

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