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Fintech Online-Broker Flatexdegiro hebt Mittelfristziele deutlich an

Kundenzahl und abgewickelte Transaktionen sollen bis 2026 kräftiger steigen als geplant. Ein Grund sind die jüngsten Kapitalzuflüsse in die Brokerage-Industrie.
25.05.2021 Update: 25.05.2021 - 10:50 Uhr Kommentieren
Viele Fintechs bieten gerade jungen Anlegern einen einfachen und intuitiven Zugang. Quelle: Reuters
Händler vor einem Kurschart

Viele Fintechs bieten gerade jungen Anlegern einen einfachen und intuitiven Zugang.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Nach dem Börsen-Boom der vergangenen Monate hat der Frankfurter Online-Broker Flatexdegiro seine mittelfristigen Wachstumsziele deutlich erhöht. So will das im SDax notierte Unternehmen bis zum Jahr 2026 sieben bis acht Millionen Brokerage-Kunden betreuen und 250 bis 350 Millionen Wertpapier-Transaktionen pro Jahr abwickeln. Das geht aus einer Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens vom Montagabend hervor.

Bisher lautete das Ziel von Flatexdegiro, im Rahmen der Vision für das Jahr 2025 ein Wachstum auf mehr als drei Millionen Kunden und eine Mindestanzahl von abgewickelten Transaktionen von 100 Millionen pro Jahr zu erreichen.

Hintergrund der neuen Fünf-Jahres-Prognose ist, dass „die europäischen Online-Brokerage-Märkte weiterhin ein signifikantes Wachstum aufweisen“, teilte Flatexdegiro mit. Vor allem die jüngsten Kapitalzuflüsse in die Brokerage-Industrie dürften das Marktwachstum ankurbeln. Das Unternehmen erwartet, dass die Bekanntheit der Online-Broker dadurch insgesamt weiter zunehmen wird.

Die Aktionäre reagieren erfreut. Die Aktie steigt um bis zu 18,5 Prozent auf 114,90 Euro und ist mit Abstand stärkster Wert im Kleinwerteindex. Der Kurs hat sich seit Anfang des Jahres fast verdoppelt.

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    „Die neuen Ziele liegen nicht nur deutlich über den bisherigen Zielen des Konzerns, sondern auch deutlich über unseren Erwartungen und den aktuellen Schätzungen“, erklärte Berenberg-Analyst Christoph Greulich.

    Der Schritt von Flatexdegiro kommt, kurz nachdem der Berliner Neobroker Trade Republic eine aufsehenerregende Finanzierungsrunde angekündigt hat. Mehrere Investoren um den US-Fonds Sequoia haben 900 Millionen Dollar in das Unternehmen gesteckt. Zuvor hatten auch andere Start-ups aus dem Bereich Wertpapier-Brokerage frisches Geld bei Investoren eingesammelt.

    Die Branche boomt, auch weil die jungen Firmen mit ihren intuitiven Smartphone-Apps und sehr günstigem Wertpapierhandel Börseneinsteigern einen erleichterten Zugang zu den Aktienmärkten ermöglichen. Hinzu kommt, dass gerade während der Coronakrise und im anhaltenden Niedrigzinsumfeld viele Menschen ihr Interesse an den Aktienmärkten entdeckt haben.

    Größeres Angebot an ETFs und Sparplänen

    Das wollen sich auch etablierte Online-Broker wie Flatexdegiro zunutze machen. Das Unternehmen bietet seit einiger Zeit mit Flatex Next neben der normalen Brokerage-Plattform eine einfach gehaltene Anwendung, die Neukunden anlocken soll. Zuletzt hat der Online-Broker zudem das Angebot an provisionsfreien ETF- und Fondssparplänen deutlich ausgebaut. Zugleich profitiert Flatexdegiro davon, dass auch die Bestandskunden eine vergleichsweise hohe Handelsaktivität aufweisen.

    Dass sich das Unternehmen nun ambitioniertere Mittelfristziele steckt, kommt daher nicht überraschend. Seit Jahresbeginn hat der Online-Broker die Prognose für das laufende Jahr schon zwei Mal nach oben angepasst.

    Bereits 2021 will Flatexdegiro einen Kundenstamm von bis zu 2,2 Millionen erreichen und bis zu 110 Millionen Transaktionen abwickeln. Das Geschäftsvolumen aus der bisherigen Vision 2025 wird also womöglich schon dieses Jahr erreicht.

    Man gehe davon aus, so Flatexdegiro am Montag, dass das erwartete beschleunigte Wachstum einen signifikant positiven Einfluss auf Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow haben wird. Der operative Cashflow soll im genannten Fünfjahreszeitraum kumuliert bei über einer Milliarde Euro liegen.

    In einer ersten Version des Textes stand, dass Flatexdegiro die Mittelfristziele 2025 angehoben hat. Das Unternehmen hat aber eine neue Prognose bis zum Jahr 2026 ausgegeben.

    Mehr: Neobroker Trade Republic ist jetzt das wertvollste Start-up in Deutschland

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