Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Flutkatastrophe Bundesbank tauscht schmutziges Bargeld

Stark verschmutztes Bargeld kann jetzt bei der Bundesbank in Mainz abgegeben werden. Hier wird es gezählt, geprüft – und gewaschen.
01.09.2021 - 14:04 Uhr Kommentieren
Der Service ist für Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Quelle: dpa
Bundesbank wäscht Flutgeld

Der Service ist für Bürgerinnen und Bürger kostenlos.

(Foto: dpa)

Mainz Mehr als 50 Millionen Euro an beschädigtem Bargeld haben Privatleute aus den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie Banken und Sparkassen bislang bei der Bundesbank für eine Rückerstattung eingereicht. Die oft stark mit Schlamm, Abwässern und Heizöl verdreckten Geldscheine werden von Spezialisten der Bundesbank in Mainz gewaschen, getrocknet und geprüft, damit die Einreicherinnen und Einreicher ihr Geld in frischen Noten zurückbekommen.

Dabei ist Eile geboten: „Die Bearbeitung der Noten muss so schnell wie möglich erfolgen, bevor sie verklumpen und hart wie Beton werden“, erklärte Bundesbankvorstand Johannes Beermann im Analysezentrum für Falschgeld und beschädigtes Bargeld am Mittwoch in Mainz.

Keine Arbeit für Menschen mit empfindlichen Nasen: Die eingeschweißt angelieferten Bündel stinken teils eklig, wenn sie aus der Plastikfolie herausgenommen werden. Spezialisten waschen die Scheine vorsichtig, befreien sie von Dreck, trocknen und glätten sie dann. Andere prüfen und zählen die Scheine.

Für die Bürgerinnen und Bürger ist der Service kostenlos. Die eingereichten Summen wurden registriert und werden zurückerstattet. Zwei wichtige Bedingungen müssen erfüllt sein: Von einer Banknote müssen 50 Prozent „plus ein weiterer Schnipsel“ vorhanden sein, wie Beermann erklärte.

Außerdem darf es sich nicht um Falschgeld handeln. Geldfälscher, die versuchten, der Bundesbank mit Dreck verschmutzte Blüten unterzujubeln, hätten „keine Chance“, sagte Beermann.

Privatleute können das Flutgeld bei der Bundesbank einreichen, bei ihrer Geschäftsbank oder per Post schicken. Die bislang in Mainz eingetroffenen 51 Millionen Euro stammen aus den Bundesbankfilialen Köln (25 Millionen), Dortmund (12 Millionen), Koblenz (10 Millionen) und Saarbrücken (4 Millionen). Zum Vergleich: Üblicherweise treffen in einem gesamten Jahr 40 Millionen Euro im Analysezentrum ein.

Mehr: Details zur Auszahlung der Fluthilfen festgelegt – Welches Land wie viel bekommt

  • dpa
Startseite
Mehr zu: Flutkatastrophe - Bundesbank tauscht schmutziges Bargeld
0 Kommentare zu "Flutkatastrophe: Bundesbank tauscht schmutziges Bargeld"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%