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Förderprogramme NRW-Bank erweitert Coronahilfen für Mittelständler und Start-ups

Die Förderbank Nordrhein-Westfalens stockt ihre Eigenkapitalprogramme um 125 Millionen Euro auf und will Investitionen in die Digitalisierung stärker fördern.
24.08.2020 - 17:59 Uhr Kommentieren
Das landeseigene Förderinstitut setzt bei den Coronahilfen für die Wirtschaft eigene Akzente und vergrößert den Empfängerkreis. Quelle: dpa
Zentrale der NRW-Bank

Das landeseigene Förderinstitut setzt bei den Coronahilfen für die Wirtschaft eigene Akzente und vergrößert den Empfängerkreis.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das Förderinstitut NRW-Bank hat seine Hilfsprogramme für Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen ausgedehnt. Zum einen stockt das Geldhaus bestehende Eigenkapitalprogramme für etablierte Mittelständler um 125 Millionen Euro auf. Zum anderen öffnet es den Zugang zu speziellen Digitalisierungskrediten nun auch für sehr junge sowie für relativ große Mittelständler.

Die NRW-Bank hatte ihre Eigenkapitalhilfen im Zuge der Coronakrise bereits im April schon einmal erweitert und sie Start-ups zugänglich gemacht. Über das Programm „Start-up akut“ beantragten seither 60 junge Firmen Mittel in Höhe von elf Millionen Euro. Davon sind bislang 32 Anträge über knapp sechs Millionen Euro bewilligt worden, berichtet die Bank. Über einen Risikokapitalfonds gingen 50 Anträge über 50 Millionen Euro ein. Davon sind bislang zwölf Anträge über 13 Millionen Euro bewilligt.

Künftig sollen nun auch Mittelständler stärker von Eigenkapitalspritzen profitieren. „Wir müssen damit rechnen, dass die Ratings der Unternehmen im Zuge der Coronakrise schlechter werden“, sagte Gabriela Pantring, die im Vorstand der NRW-Bank unter anderem für die Fördergeschäftsentwicklung zuständig ist. „Wir gehen deshalb davon aus, dass die Kreditvergabe an Unternehmen schleppender verlaufen wird, weil Banken weniger Risiken auf ihre Bücher nehmen wollen. Darauf wollen wir uns vorbereiten.“

Die Förderbank stellt 100 Millionen Euro über den neuen Mittelstandsfonds Drei bereit sowie 25 Millionen Euro über den Spezialfonds Zwei, der sich an Unternehmen richtet, die sich gerade in einer Sanierung oder Restrukturierung befinden. Solche Firmen haben derzeit besonders große Schwierigkeiten, an Darlehen zu kommen.

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    Ähnlich wichtig ist für die NRW-Bank ein spezielles Digitalisierungs- und Innovationsprogramm. Damit will das Förderinstitut Unternehmen wie Hausbanken ermutigen, trotz der Coronakrise auch wichtige Investitionen anzustoßen. „Wir haben gesehen, dass die Unternehmen in der Coronakrise robuster waren, die ihr Geschäft digitalisiert haben“, erklärte Pantring im Gespräch mit dem Handelsblatt.

    Unterschied zum Kreditprogrammen der KfW

    Deshalb erhalten nun auch frisch gegründete Firmen sowie große Mittelständler mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr Zugang zu diesen Programmen. Das dürfte vor allem den Start-ups helfen, denn förderfähig sind Unternehmen unabhängig von ihrem Gründungszeitpunkt.

    Damit unterscheiden sie sich von den Kreditprogrammen der KfW, die ein Mindestalter von drei Jahren zur Voraussetzung machen. Handelt es sich um Digitalisierungs-Investitionen, nimmt die NRW-Bank den Hausbanken nun außerdem 80 Prozent der Ausfallrisiken ab. Bisher waren es nur 50 Prozent.

    Die Programmerweiterungen gelten zunächst bis zum Jahresende. Dann endet der bisherige EU-Beihilferahmen, der für alle deutschen Förderprogramme gilt. Seit Ausbruch der Coronakrise hatte das Förderinstitut des größten deutschen Bundeslandes insgesamt Coronahilfen in Höhe von knapp drei Milliarden Euro verteilt. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Darlehen der bundesweit aktiven staatlichen Förderbank KfW, die die NRW-Bank an die nordrhein-westfälischen Sparkassen weiterleitete.

    Mehr: Wagniskapital Start-ups: Mehr als halbe Milliarde Euro Corona-Hilfen bewilligt.

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