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Frachtschiffe verkauft Die Commerzbank geht von Bord

Die Commerzbank verkauft ihre 18 Frachtschiffe früher als geplant. Der Bank waren die Schiffe zugefallen, weil die Eigentümer die Kredite nicht mehr bedienen konnten. Doch der Deal bringt kein Geld ein – im Gegenteil.
23.07.2015 - 12:53 Uhr Kommentieren
Die zweitgrößte Bank Deutschlands wird ihre 18 Frachtschiffe los – allerdings mit Verlust. Quelle: dpa
Commerzbank

Die zweitgrößte Bank Deutschlands wird ihre 18 Frachtschiffe los – allerdings mit Verlust.

(Foto: dpa)

Frankfurt/New York Die Commerzbank will kein Schiffseigentümer mehr sein. Die Bank verkauft 18 Frachtschiffe, die ihr zugefallen waren, weil deren Eigentümer seine Kredite nicht zurückzahlen konnten. Die dafür gegründete Auffanggesellschaft Hanseatic Ship Asset Management geht an den US-Finanzinvestor KKR und den Londoner Reeder Borealis Maritime, wie die Commerzbank und die beiden Käufer am Donnerstag mitteilten. Sie zahlen zusammen 254,5 Millionen Dollar (umgerechnet 233 Millionen Euro) für 13 Containerschiffe und fünf Schüttgutfrachter. Das führt bei der Commerzbank zu einem Buchverlust von 40 Millionen Euro, der noch im zweiten Quartal gebucht wird.

„In einem günstigen Marktumfeld konnten wir uns früher als erwartet von der Hanseatic Ship Asset Management trennen“, sagte Bereichsvorstand Stefan Otto. „Wir hatten dafür spätestens das Jahr 2017 ins Auge gefasst.“ Auch der höhere Dollar-Wechselkurs habe zu dem Verkauf beigetragen. Es ist der erste größere Erfolg der Commerzbank beim Abbau ihres Portfolios an Schiffskrediten. Der Abbau verlief bisher mühsamer als im Immobiliengeschäft, wo die Bank mehrere Portfolien im Milliardenvolumen abgestoßen hatte.

Von der Gründung der Hanseatic habe die Commerzbank auch im Kreditgeschäft profitiert, sagte Otto in einem im Intranet der Commerzbank veröffentlichten Interview. Dadurch sei manch ein Schiffseigentümer bereit gewesen, Eigenkapital in Millionenhöhe nachzuschießen, um sein Schiff nicht zu verlieren. Künftig werde die 2013 ins Leben gerufene Auffanggesellschaft aber nicht mehr gebraucht. „Wir haben aufgrund unserer Fortschritte beim Portfolioabbau keinen so hohen Bedarf mehr für eine Restrukturierung mit Hilfe von Hanseatic“, sagte Otto. „Vor zwei Jahren sah das noch ganz anders aus.“

KKR und Borealis hatten sich 2013 zusammengetan, um Schiffe aus Notverkäufen zu übernehmen. Insgesamt haben sie inzwischen für mehr als 600 Millionen Dollar eine Flotte von 61 Schiffen aufgebaut. Schon im vergangenen Jahr hatten sie der Commerzbank neun Containerschiffe abgekauft.

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