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Frankfurter Börse Regulierter Handel mit der Wirecard-Aktie wird Mitte November ausgesetzt

Die Frankfurter Börse setzt einen Schlusspunkt unter den Handel mit der Wirecard-Aktie. Die Papiere des Skandalkonzerns werden vom regulierten Markt ausgeschlossen.
13.10.2021 - 17:48 Uhr Kommentieren
Der Verkauf von Wirecard-Anteilen ist ab dem 15. November deutlich erschwert. Quelle: dpa
Hauptsitz der Deutschen Börse in Eschborn

Der Verkauf von Wirecard-Anteilen ist ab dem 15. November deutlich erschwert.

(Foto: dpa)

Frankfurt Es ist ein technischer Schlusspunkt – mit Folgen für die verbliebenen Anleger. Binnen Monatsfrist widerruft die Frankfurter Wertpapierbörse die Zulassung der Wirecard-Aktien zum regulierten Markt, dem sogenannten General Standard. Diese können dann nicht mehr am größten regulierten deutschen Börsenplatz gehandelt werden.

„Die Geschäftsführung der Frankfurter Wertpapierbörse hat am 08.10.2021 beschlossen, die Notierung der Aktien im regulierten Markt mit Ablauf des 15.11.2021 einzustellen“, heißt es in einer Mitteilung. Zeitgleich werde „die Preisermittlung der auf den Inhaber lautenden Stammaktien (...) eingestellt“. Auf Anfrage war von der Börse zunächst kein Kommentar zu erhalten.

Für die verbliebenen Aktionäre der Wirecard AG ist das ein schlechtes Signal. Zwar bleibt ihr Aktienbesitz an dem unter Insolvenzverwaltung stehenden Konzern in der Theorie unangetastet. Ein Verkauf der Papiere wird jedoch erschwert, auch ein Marktpreis lässt sich nach der Maßnahme schwieriger bilden.

Die Wirecard-Aktie notierte am Mittwochnachmittag bei 17 Cent und damit rund fünf Prozent im Minus. Bei ihrem Rekordstand im September 2018 war sie rund 198 Euro wert. Nach Aufdeckung eines milliardenschweren Bilanzbetrugs im Juni 2020 stürzte der Konzern binnen sieben Tagen in die Insolvenz. Vorstandschef Markus Braun sitzt in Untersuchungshaft, Asienchef Jan Marsalek ist auf der Flucht.

Im Interesse der Aktionäre und der anderen Gläubiger des Konzerns versucht Insolvenzverwalter Michael Jaffé, möglichst viele Assets des einstigen Börsenstars gewinnbringend zu verwerten. Im Juli verkaufte er die Indientochter zu einem einstelligen Millionenbetrag. Den größten Betrag, über 300 Millionen Euro, brachte das Nordamerikageschäft ein. Dass die Aktionäre einen großen Teil ihres Verlusts im Rahmen des Insolvenzverfahrens ersetzt bekommen, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Wie im Mai bekannt wurde, könnten sie sogar rund 47 Millionen Euro an Dividenden zurückbezahlen müssen, sollten die Geschäftsberichte für die Jahre 2017 und 2018 für nichtig erklärt werden. Die angekündigte Maßnahme der Frankfurter Wertpapierbörse wollte ein Sprecher Jaffés auf Anfrage nicht kommentieren.

Im August 2020 war die Wirecard-Aktie bereits aus dem wichtigsten deutschen Aktienindex Dax geflogen. Im Januar 2021 endete der Handel im elektronischen Handelssegment Xetra der Deutschen Börse.

Mehr: „Es ist ein Wahnsinn...“: Die letzten 48 Stunden von Wirecard

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