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Französische Großbank BNP Paribas überrascht mit guten Zahlen in der Krise

Die französische Großbank BNP Paribas kommt besser durch die Coronakrise als erwartet. Grund dafür sind die Geschäfte mit Investmentbanking.
31.07.2020 - 14:03 Uhr Kommentieren
Die französische Großbank BNP Paribas ist bisher besser durch die Coronakrise gekommen als viele ihrer Konkurrenten. Quelle: Reuters
BNP Paribas in Paris

Die französische Großbank BNP Paribas ist bisher besser durch die Coronakrise gekommen als viele ihrer Konkurrenten.

(Foto: Reuters)

Paris Während andere Unternehmen angesichts der Coronakrise teilweise verheerende Zahlen melden, überrascht die französische Großbank BNP Paribas im zweiten Quartal mit unerwartet guten Zahlen. Grund dafür ist das Investmentbanking. Es profitierte von den schwankenden Märkten und der Begleitung von Unternehmen bei Anleiheemissionen. Die spanischen Konkurrenten hatten eher schwache Zahlen für das Quartal veröffentlicht, die US-Banken sind größtenteils gut platziert.

Die BNP ist die erste französische Großbank, die ihr Ergebnis für das zweite Quartal vorlegte. Der Ausblick wurde bei der BNP nach Zahlen verbessert, unter einer Bedingung : „Solange keine zweite Coronawelle kommt.“

Investmentbanking legt stark zu

Der Nettogewinn fiel leicht um 6,8 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Analysten hatten nur mit 1,5 Milliarden Euro gerechnet. Die Konzernerträge legten um vier Prozent auf 11,7 Milliarden Euro zu. Das Investmentbanking stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33,1 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.

Die Erträge im Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen kletterten um 154 Prozent und glichen das eher durchwachsene Ergebnis im Privatkundengeschäft aus, das um 5,2 Prozent fiel. Dieses war durch die Coronakrise in Mitleidenschaft gezogen worden und ist auch von niedrigen Zinssätzen betroffen.

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    Die Vorsorge für Kreditausfälle stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 826 Millionen Euro auf insgesamt 1,4 Milliarden Euro, war aber weniger hoch als bei vielen Konkurrenten.

    Die Zahlen überzeugten die Märkte. Die BNP-Aktie legte am Freitag zeitweise um rund 6 Prozent zu. Die US-Bank JP Morgan lobte in einer Studie ein starkes zweites Quartal der französischen Bank, die von dem Handel mit festverzinslichen Papieren, Währungen und Rostoffen profitiert habe.

    Die spanische Bank Santander hatte dagegen einen Nettoverlust von 11,13 Milliarden Euro gemeldet, eine Premiere in ihrer Geschichte. Als Folge der schlechten Zahlen hat die BNP nun die Santander als erste Bank der Euro-Zone in Bezug auf die Börsenkapitalisierung abgelöst, melden stolz die französischen Medien.

    Analysten sehen mit 25 Prozent Anstieg innerhalb von drei Monaten ein großes Kurspotenzial bei dem Titel. Bereits in den vergangenen drei Monaten ist die Aktie um 30 Prozent gestiegen. Allerdings notiert so noch immer 30 Prozent unter ihrem Niveau von Anfang Januar.

    Risikofreudige Politik hat sich ausgezahlt

    Die Bank hat in den vergangenen Monaten ihre Bilanz ausgeweitet, um von den Restrukturierungen bei der Konkurrenz zu profitieren. Sie vergab Milliardenkredite an Großunternehmen wie BP oder Daimler. Andere Geldhäuser wie Santander waren zurückhaltender. Die risikofreudige Politik der Franzosen hat sich offenbar ausgezahlt.

    Die Bank hängt aber stark von der wirtschaftlichen Lage in Europa ab. Frankreich, Benelux und Italien machen etwa 50 Prozent des Ergebnisses der Bank aus. Die Erträge dürften auf den wichtigsten europäischen Märkten stabil bleiben, wenn keine zweite Coronawelle kommt.

    Der Konzern steht mit einer Kernkapitalquote zum 30. Juni von 12,4 Prozent gut da und sieht sich für das zweite Halbjahr gut gerüstet. Allerdings ist fraglich, ob das Geschäft mit Anleihen weiterhin so gut läuft.

    Mehr: Santander ist womöglich nur der Anfang: Gefahr im Verzug für Europas Banken

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