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Führungskrise Commerzbank-Firmenkundenvorstand plant den Ausstieg

Das Top-Management der Commerzbank kommt nicht zur Ruhe. Nach Informationen aus Finanzkreisen will Firmenkundenchef Roland Boekhout seinen Job aufgeben.
24.11.2020 - 15:54 Uhr Kommentieren
Boekhout hatte seinen Vorstandsposten bei dem MDax-Konzern erst am Jahresanfang angetreten und galt als Hoffnungsträger. Quelle: dpa
Roland Boekhout

Boekhout hatte seinen Vorstandsposten bei dem MDax-Konzern erst am Jahresanfang angetreten und galt als Hoffnungsträger.

(Foto: dpa)

Frankfurt Fast sah es so aus, als würde die Commerzbank ihre Führungskrise allmählich überwinden. Doch nach dem Austausch von Vorstandschef und Aufsichtsratsvorsitzendem und dem Abgang des Privatkundenvorstands dreht sich das Personalkarussell bei der zweitgrößten deutschen Privatbank munter weiter.

Nach Informationen aus Finanzkreisen steht Firmenkundenvorstand Roland Boekhout kurz vor dem Abschied. Der Aufsichtsrat wird sich voraussichtlich in einer außerordentlichen Sitzung noch in dieser Woche mit der Personalie befassen. Ein Sprecher der Bank wollte keinen Kommentar abgeben. Die „Wirtschaftswoche“ hatte zuerst über den Wechsel im Vorstand berichtet.

Boekhout hatte seinen Vorstandsposten bei dem MDax-Konzern erst am Jahresanfang angetreten und galt als Hoffnungsträger. Zuvor hatte der Manager für die niederländische Großbank ING gearbeitet und dort unter anderem die wichtige Deutschlandtochter ING-DiBa geleitet.

Mit Boekhout verliert die Commerzbank bereits den dritten Vorstand in diesem Jahr. Anfang Juli hatte der noch amtierende Chef Martin Zielke seinen Rücktritt angekündigt, nachdem der US-amerikanische Großinvestor Cerberus auf eine höhere Rendite gedrängt hatte. Seine Nachfolge tritt im Januar Manfred Knof an, der von der Deutschen Bank kommt und zuvor lange für die Allianz gearbeitet hatte.

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    Im September war der Abgang des Privatkundenchefs Michael Mandel bekannt geworden. Zudem hatte zeitgleich mit Martin Zielke der Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann angekündigt, die Bank zu verlassen. Anfang August hat der frühere Landesbanker Hans-Jörg Vetter seine Nachfolge angetreten.

    Heftige Debatten über die Zukunft des Firmenkundengeschäfts

    Nach Zielkes Rücktritt galt Boekhout neben Finanzchefin Bettina Orlopp als interner Kandidat für den Vorstandsvorsitz. Doch weil sich der neue Aufsichtsratschef Vetter eine externe Lösung wünschte, gingen beide am Ende leer aus.

    In der Finanzszene kursieren seit Wochen Gerüchte über ein Ausscheiden des Firmenkundenchefs. Der Entscheidung des Niederländers sind heftige Debatten über die Zukunft des Firmenkundengeschäfts vorausgegangen. Dabei sei es auch zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Boekhout und dem neuen Aufsichtsratschef gekommen, heißt es.

    Die internen Diskussionen drehen sich unter anderem darum, wie stark das Auslandsgeschäft eingedampft werden soll. Boekhout wollte das Produktangebot reduzieren und das Netz von derzeit knapp 50 Auslandsstandorten ausdünnen. Grundsätzlich sollte die Commerzbank aus seiner Sicht aber global vertreten bleiben.

    Andere Beteiligte sind dagegen der Ansicht, die Commerzbank solle sich aus Asien und Afrika ganz zurückziehen und auch über einige Standorte im europäischen Ausland nachdenken.

    Mehr: Die Commerzbank hat sich in eine Sackgasse manövriert, kommentiert unser Autor Michael Maisch.

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