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Fußball und US-Justiz Immenser Druck auf Banken von Fifa-Offiziellen

Die USA erhöhen den Druck auf Banken im Anti-Korruptionsverfahren gegen Offizielle des Weltfußballverbands Fifa. Den Ermittlern ist dabei das Schweizer Bankgeheimnis ein Dorn im Auge.
14.12.2015 - 10:30 Uhr
Derzeit suspendiert: der Boss der Fifa. Quelle: AFP
Sepp Blatter

Derzeit suspendiert: der Boss der Fifa.

(Foto: AFP)

Zürich Geduld gehört nicht zu den größten Tugenden der US-Justiz. Jetzt scheint den Amerikanern in Sachen Fifa der strapazierte Geduldsfaden zu reißen. So berichtet die „Financial Times“ (FT), dass die US-Ermittler Banken mit Strafen drohen, sollten sie nicht alle Fifa-verbundenen verdächtigen Bank-Transaktionen zügig offenlegen.

Das Blatt verweist darauf, dass im Fall des Betrügers Bernard Madoff die Bank JP Morgan Chase im Jahr 2014 zwei Milliarden Dollar Buße zahlen musste, weil die Bank aus Sicht der Justiz unzureichende Meldungen in Bezug auf verdächtige Transaktionen gemacht hatte.

Mit Blick auf die Schweiz haben die Ermittler bereits zum wiederholten Male ihren Frust über die Presse geäußert. Bereits Anfang des Monats waren entsprechende Berichte in der FT und der New York Times aufgetaucht, denen zufolge den US-Ermittler die langsamen Verfahren auf die Nerven gehen würden.

Laut den Quartalsberichten stehen die Banken Bank of America, Citigroup, HSBC und aus der Schweiz UBS und Credit Suisse in Kontakt mit den Behörden. Julius Bär hatte erklärt, eine interne Aufarbeitung mit Blick auf Fifa-Konten veranlasst zu haben. Alle Institute betonen, mit den Behörden zu kooperieren. Mehrere Vertreter aus Schweizer Finanzkreisen äußern sich hinter vorgehaltener Hand wenig beunruhigt. Man habe sich nichts vorzuwerfen, so die geäußerte Einschätzung.

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    Denn weder Schweizer Banken noch die Fifa mit Sitz in Zürich dürfen einfach vertrauliche Daten den US-Behörden übermitteln. Auch für Fifa-Funktionäre gilt grundsätzlich das Bankgeheimnis. Um an Daten heranzukommen, müssen die US-Ermittler ein Rechtshilfe-Gesuchen an das Bundesamt für Justiz stellen.

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