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Gebühr auf Barbestände Schweizer Großbank UBS plant Negativzinsen für reiche Privatkunden

Wer mehr als zwei Millionen Franken auf dem Konto hat, soll künftig Gebühren zahlen. Auch andere Schweizer Banken geben die negativen Zinsen an Kunden weiter.
31.07.2019 - 17:01 Uhr Kommentieren
Von Geschäftskunden verlangt die Schweizer Großbank bereits seit Jahren ab bestimmten Beträgen Gebühren. Quelle: Reuters
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Von Geschäftskunden verlangt die Schweizer Großbank bereits seit Jahren ab bestimmten Beträgen Gebühren.

(Foto: Reuters)

Zürich Reich sein kostet künftig extra: Die Schweizer Großbank UBS will die negativen Zinsen an wohlhabende Kunden weitergeben. Die Bank plant für Kunden mit mehr als zwei Millionen Franken auf dem Konto eine „Gebühr auf Barbestände“ in Höhe von 0,75 Prozent der Anlagesumme. Über die Pläne hatte die „Financial Times“ zuerst berichtet.

Die Bank begründet den Schritt mit dem anspruchsvollen Umfeld an den Geld- und Kapitalmärkten. Die Zinsen seien niedriger als erwartet und weiterhin negativ. „Wir gehen davon aus, dass diese Tiefzinsphase noch länger anhalten wird und Banken bei den Notenbanken weiterhin Negativzinsen auf Kundeneinlagen zahlen müssen“, sagte eine UBS-Sprecherin. Die Bank biete für Kunden „alternative Lösungen“ an.  

Von Geschäftskunden verlangt die Bank bereits seit Jahren ab bestimmten Beträgen Gebühren. Ab November sollen nun auch wohlhabende Privatkunden betroffen sein. Aber: „UBS beabsichtigt weiterhin nicht, Negativzinsen an Kleinsparer weiterzugeben“, heißt es bei der Bank.

Angesichts der getrübten Konjunkturaussichten gilt eine Rückkehr zu positiven Zinssätzen als zunehmend weniger wahrscheinlich. Vielmehr rechnen Experten damit, dass die Europäische Zentralbank auf ihrer nächsten Sitzung im September sogar weiter senken könnte. Das würde auch den Druck auf die Schweizer Nationalbank erhöhen, die auf Einlagen schon länger einen Negativzins von 0,75 Prozent verlangt.

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    Angesichts des Umfelds denkt auch der UBS-Rivale Credit Suisse denkt laut über die Weitergabe der negativen Zinsen nach. Man ziehe Maßnahmen in Betracht, um den Druck durch negative Zinsen zu begegnen, erklärte Thiam am Mittwoch. „Das würde auf Personen abzielen, die ihren Kontostand in Millionen messen“, sagte Thiam.

    Bei anderen Schweizer Banken sind negative Zinsen schon heute Gang und Gäbe. So verlangt die Postfinance-Gruppe von sämtlichen Kunden mit mehr als 500.000 Franken eine Gebühr. Auch die Privatbank Julius Bär gibt die negativen Zinsen an vermögende Privatkunden weiter.

    Mehr: Kosten runter, Gebühren rauf – das Zinstief setzt Banken und Sparkassen unter Druck. So bald ist keine Änderung in Sicht – die Kunden spüren das auch.

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