Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Geldpolitik Kursverluste und Konjunkturdaten wecken Zweifel am Zinskurs der Fed

Anders als in Europa begann die US-Notenbank schon Ende 2015 damit, die Leitzinsen anzuheben. Doch allmählich wird die Fed immer vorsichtiger.
10.12.2018 - 20:48 Uhr Kommentieren
Gouverneurin Lael Brainard, die lange Zeit die graduellen Zinserhöhungen unterstützt hatte, stimmte am Freitag in einer Rede vorsichtigere Töne an und sieht schwierigere Zeiten auf die US-Wirtschaft zukommen. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Gouverneurin Lael Brainard

Gouverneurin Lael Brainard, die lange Zeit die graduellen Zinserhöhungen unterstützt hatte, stimmte am Freitag in einer Rede vorsichtigere Töne an und sieht schwierigere Zeiten auf die US-Wirtschaft zukommen.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

New York Nach einer Woche mit schweren Kursverlusten, die am Freitag mit leicht schwächeren Arbeitsmarktdaten endete, regen sich Zweifel in der Federal Reserve (Fed). Gouverneurin Lael Brainard, die lange Zeit die graduellen Zinserhöhungen unterstützt hatte, stimmte am Freitag in einer Rede vorsichtigere Töne an. Zwar sei sie für eine Anhebung der Leitzinsen auf die Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent bei der kommenden Sitzung des Offenmarktausschusses am 19. Dezember, doch sieht sie schwierigere Zeiten auf die US-Wirtschaft zukommen.

Fed-Chef Jay Powell hatte die Lage der US-Wirtschaft bei der Sitzung im Juni noch als „großartig“ bezeichnet. Doch seitdem ist auch er vorsichtiger geworden. James Bullard, der Chef der regionalen Notenbank in St. Louis, hatte sich am Freitag als erster Notenbanker dafür ausgesprochen, dass die Fed die Zinserhöhung im Dezember vertagt.

Brainard sagte, es gebe „gute Gründe zu erwarten, dass die Wirtschaft auch im kommenden Jahr solide wächst“. Sie gehe auch davon aus, dass sich die Inflationsrate nicht allzu weit von dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed entferne.

Doch Brainard erwartet auch Gegenwind: Das globale Wachstum werde sich 2019 abschwächen, warnte sie. Zudem erwartet sie, dass die positiven Effekte der Steuersenkungen im kommenden Jahr verblassen. Ob die Notenbank weiter die Zinsen graduell anhebt, „wird zunehmend davon abhängen, wie sich der Ausblick entwickelt“, sagte sie.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Nach der Finanzkrise hatte die Fed die Zinsen zunächst auf nahe null gesetzt. Doch anders als in Europa begann die US-Notenbank schon Ende 2015 damit, die Zinsen wieder anzuheben. Seitdem gab es acht Zinsschritte. Zudem ist die Notenbank dabei, die Bilanzsumme schrumpfen zu lassen, die in der Krise auf über vier Billionen Dollar gestiegen war.

    Der Leitindex Dow Jones büßte allein vergangene Woche 4,5 Prozent ein. Immer neue Unsicherheiten über den Handelsstreit zwischen der US-Regierung mit China schüren zudem Ängste der Anleger.

    Die Arbeitsmarktdaten für den Monat November, die vergangenen Freitag veröffentlicht wurden, waren etwas schwächer als erwartet. Auch der Inflationsdruck geht zurück.

    Zwei Optionen für die Fed

    Die Fed hat zwei Möglichkeiten: Sie könnte im Dezember wie geplant die Zinsen anheben und für 2019 eine langsamere Gangart signalisieren als die bislang angenommenen drei Zinserhöhungen. Sie könnte auch die Erhöhung im Dezember verschieben.

    Bislang hielt die Fed nur nach jeder zweiten Sitzung des Offenmarktausschusses eine Pressekonferenz. Marktteilnehmer haben sich daran gewöhnt, dass die Fed nur nach diesen Sitzungen Zinsschritte verkündet.

    Fed-Chef Jay Powell wird ab Januar jedoch nach jeder Sitzung Fragen der Journalisten beantworten. Das heißt: Die Fed hat künftig mehr Flexibilität. Sie könnte daher zum Beispiel die Anhebung im Dezember vertagen und sie bei der nächsten Sitzung Ende Januar nachholen, wenn es die wirtschaftlichen Bedingungen zulassen. Ohnehin wird sie künftig noch mehr auf aktuelle Daten reagieren als in den vergangenen Jahren.

    Startseite
    Mehr zu: Geldpolitik - Kursverluste und Konjunkturdaten wecken Zweifel am Zinskurs der Fed
    0 Kommentare zu "Geldpolitik: Kursverluste und Konjunkturdaten wecken Zweifel am Zinskurs der Fed"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%