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Geldwäsche-Vorwürfe Skandalgeplagte Danske Bank findet neuen Chef

Nach dem Geldwäsche-Skandal musste die Danske Bank lange nach einem geeigneten Kandidaten für den Chefposten suchen. Im Juni kommt Chris Vogelzang.
10.05.2019 - 11:56 Uhr Kommentieren
Im Zuge des Geldwäsche-Skandals musste Bankchef Thomas Borgen seinen Posten räumen. Quelle: dpa
Danske Bank

Im Zuge des Geldwäsche-Skandals musste Bankchef Thomas Borgen seinen Posten räumen.

(Foto: dpa)

Kopenhagen Die von einem Geldwäsche-Skandal erschütterte Danske Bank hat einen neuen Chef gefunden. Chris Vogelzang, der bis 2017 dem Vorstand der niederländischen Bank ABN Amro angehörte, werde am 1. Juni das Ruder von Interims-Chef Jesper Nielsen übernehmen, teilte das größte dänische Geldhaus am Freitag mit.

Die Danske Bank hatte lange nach einem Nachfolger für den im September über den Geldwäsche-Skandal gestolperten Thomas Borgen suchen müssen. Ein erster Kandidat war im Oktober bei der dänischen Finanzaufsicht durchgefallen, weil er nach Ansicht der Behörde nicht genügend Erfahrung mitbrachte.

Der 56-jährige Vogelzang habe umfassende Erfahrungen im Bankgeschäft, sagte Danske-Verwaltungsratschef Karsten Dybvad. Er habe während seiner Karriere schwierige Situationen gemeistert und gute Ergebnisse geliefert. Nach seinem Abgang bei ABN Amro 2017 hatte Vogelzang Beraterfunktionen bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group und dem Vermögensverwalter Blackrock inne.

Die Ernennung von Vogelzang erfolgt eine Woche nachdem bekannt wurde, dass die dänischen Ermittler Borgen und acht frühere Danske-Manager wegen des Geldwäsche-Skandals angeklagt haben. Dem Geldhaus drohen massive Strafen. Über die Danske-Filiale in Estland waren in den Jahren 2007 bis 2015 verdächtige Zahlungen in einem Volumen von 200 Milliarden Euro gelaufen.

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    In den Skandal ist auch die Deutsche Bank verwickelt. Das Frankfurter Institut war jahrelang als Korrespondenzbank für die Danske Bank tätig und hat rund 150 Milliarden Euro der verdächtigen Zahlungen über ihre Systeme abgewickelt. Die Deutsche Bank stellt sich auf den Standpunkt, man habe als sogenannte Korrespondenzbank keine Kenntnis der Danske-Kunden und ihrer Machenschaften gehabt und auch nicht haben müssen.

    • rtr
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