Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Genossenschaftsbanken Fusion der Sparda-Banken aus Berlin und Hannover ist geplatzt

Die beiden genossenschaftlichen Geldhäuser sagen ihren Zusammenschluss ab. Die Begründung fällt karg aus. Das Berliner Haus zeigt sich enttäuscht.
28.05.2020 - 17:09 Uhr Kommentieren
Die Genossenschaftsbank wurde durchsucht. Quelle: picture-alliance/ ZB
Sparda-Bank Berlin

Die Genossenschaftsbank wurde durchsucht.

(Foto: picture-alliance/ ZB)

Frankfurt Die Sparda-Bank Berlin und die Sparda-Bank Hannover wollen anders als geplant doch nicht zusammengehen. Die Fusionsgespräche wurden gestoppt, wie beide Genossenschaftsbanken dem Handelsblatt am Donnerstag auf Anfrage mitteilten. André-Christian Rump, Vorstandschef der Sparda-Bank Hannover erklärte: „Nach gründlicher Analyse hat sich gezeigt, dass ein Zusammenschluss nicht die erhofften positiven Effekte bringt.“

Die Bank konzentriere sich nun weiter auf die eigenen Stärken. „Wir haben unser Geschäftsmodell stetig weiterentwickelt und eine sehr gute Eigenkapitalbasis“, sagte Rump weiter.

Die Sparda-Bank Berlin zeigte sich enttäuscht, dass ihr Pendant aus Hannover sich entschlossen habe, die Fusionsgespräche zu beenden. „Wir bedauern dies sehr, da diese Fusion signifikante wirtschaftliche Vorteile hervorgebracht hätte, die nach unserer Einschätzung jedes einzelne Haus allein nicht realisieren kann.“

Die beiden genossenschaftlichen Kreditinstitute hatten Anfang Februar mitgeteilt, dass sie über einen Zusammenschluss sprechen. Sie seien davon überzeugt, dass sich für das neue Institut eine „sehr gute Zukunftsperspektive“ ergebe, hieß es damals. Man wolle „die Kräfte beider Häuser bündeln“.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Bei einer Fusion wäre mit einer Bilanzsumme von fast zwölf Milliarden Euro ein Geldhaus mit mehr als 1100 Mitarbeitern entstanden, das zu den zehn größten Genossenschaftsbanken des Landes gehört hätte. Ähnlich groß ist beispielsweise die Frankfurter Volksbank.

    Die Zahl der Genossenschaftsbanken schwindet bereits seit langem, weil es jedes Jahr zahlreiche Fusionen gibt. Derzeit bestehen noch rund 840 Genossenschaftsbanken, die allermeisten davon sind Volks- und Raiffeisenbanken. Daneben gibt es elf Sparda-Banken, 14 PSD Banken sowie einige Spezialinstitute. Die mit Abstand größte Genossenschaftsbank ist das Spitzeninstitut DZ Bank.

    Der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) bleibt trotz der Coronakrise bei seiner Prognose, dass es zu rund 40 Zusammenschlüssen in diesem Jahr kommt. Laut BVR hindert das Verbot von Großveranstaltungen und Versammlungen die Genossenschaftsbanken nicht daran, Verschmelzungsbeschlüsse zu fassen.

    Teils würden Einrichtungen gemietet, „die so groß sind, dass man darin auch im Moment Präsenzveranstaltungen unter Beachtung der Abstandsregelungen durchführen kann“. Teilweise würden die Beschlüsse aber auch in virtuellen General- oder Vertreterversammlungen gefasst. „Diese Beschlüsse sind rechtlich anerkannt.“

    Mehr: Die Frankfurter Volksbank und die Taunus Sparkasse eröffnen ihre erste Gemeinschaftsfiliale.

    Startseite
    Mehr zu: Genossenschaftsbanken - Fusion der Sparda-Banken aus Berlin und Hannover ist geplatzt
    0 Kommentare zu "Genossenschaftsbanken : Fusion der Sparda-Banken aus Berlin und Hannover ist geplatzt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%