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Gesperrte Automaten ING-Diba nennt Sparkassen „unanständig“

Die ING-Diba beschwert sich über mehrere Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Rund 80 Filialen bundesweit würden ihre Bankautomaten für Kunden der Direktbank sperren. Der Streit wird schon seit Jahren ausgefochten.
06.07.2014 - 17:52 Uhr 17 Kommentare
Sitz der ING DiBa: Die Direktbank verlässt sich auf die Automaten-Infrastruktur von Sparkassen und Volksbanken. Quelle: dpa

Sitz der ING DiBa: Die Direktbank verlässt sich auf die Automaten-Infrastruktur von Sparkassen und Volksbanken.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Direktbank ING-Diba beschwert sich über mehrere Sparkassen und Genossenschaftsbanken. In etwa 80 Fällen bundesweit würden die „durchweg kleineren Häuser“ ihre Bankautomaten für Kunden der ING-Diba sperren, sagte der Deutschland-Chef des Instituts, Roland Boekhout, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Das sei „unanständig“. Zudem widerspreche es deutschem Recht.

„Wir haben dagegen schon erfolgreich geklagt. Nur ist das mühsam, wir müssen jeden Fall einzeln juristisch aufrollen“, sagte Boekhout. Kunden der ING-Diba mit Visa-Karte können nach Angaben der Bank Geld an über 58.000 Automaten in Deutschland kostenlos Geld abheben.

Die ING-Diba verlässt sich damit auf die Infrastruktur etwa von Sparkassen und Volksbanken, die ein sehr viel dichteres Netz von Geldautomaten haben. Mit der EC-Karte können ING-Diba-Kunden laut Unternehmen kostenlos Bargeld an 1.300 Automaten der Bank abheben.

Der Streit um die gesperrten Bankautomaten schwelt schon seit Jahren, es hatte mehrere Gerichtsurteile zu dem Thema gegeben. Die Filialbanken ärgern sich, dass viele Direktbanken keine Girokarten mehr an ihre Kunden geben, sondern nur Visa-Karten. Die Kosten für die Abhebungen ihrer Kunden übernehmen sie. Den Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen entgehen damit Gebühren für ihr großes und teures Geldautomatennetz.

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    17 Kommentare zu "Gesperrte Automaten: ING-Diba nennt Sparkassen „unanständig“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • das gesülze dieser dibadus
      ist schon mehr als frivol

    • das hat doch system
      der eine beschwert sich über "monopole" der SPK und genossenschaften
      der andere bockt weil diese zuerst ihre eigenen kunden versorgen
      die lobbyisten dieser bockenden beschwerdeführer
      zerschlagen alles was bislang bestand hatte

    • Ich finde es bemerkenswert, welche Aufmerksamkeit die ING bei ihren Themen - Geld abheben, Dispozinsen - bekommt. Die Girokontenzahl von 1.0 Mio. EUR bundesweit schreit doch eigentlich nach dem Prädikat "nicht erwähnenswert". Dennoch erhält die ING diese besonder Aufmerksamkeit... Thema Geldabheben - da schließ ich mich gerne einigen Vor-Kommentatoren an: Ist doch ehrlicherweise schon ein Witz, dass die ING permanent ihr kostenloses Girokonto anpreist mit kostenlosen Möglichkeiten zum Bargeldabheben und sich dabei einfach mal auf die Infastruktur anderer Banken verlässt (Sparkassen und VR-Banken betreiben rund 35.000 GAA bundesweit). Der Begriff Schmarotzer ist schonmal weiter oben gefallen. Eine gewisse Richtigkeit dieser Bezeichnung lässt sich nicht verleugnen. Ich kann die Sperrung von einzelnen GAA's für Direktbankkunden absolut nachvollziehen. So können sogenannte Direktbank-Kunden am eigenen Leib erleben, dass sie nicht Kunde einer Direktbank sonder einer Distanzbank sind.

    • der Bäcker, der Geldgeier, verkauft mir seine Brötchen auch nicht zu dem Preis, den ich ihm zahlen will, sondern zu dem Preis, den er fordert

    • das deutsche EC-Karten-System ist das eindeutig bessere und hat sich inzwischen als Zahlungsmittel in Europa durchgesetzt. Wozu brauche ich noch eine Kreditkartenfirma, wenn ich ein Bankkonto habe und mit der Bankkarte zahlen kann? Nur zusätzlich Geldschinderei.

    • nicht die Bearbeitungsgebühren waren unsinnig, sondern das Urteil. Die einem Kunden für ein Darlehen berechneten Kosten entstehen (pauschal betrachtet) einmal aus den Zinskosten für die Refinanzierung, den Risikokosten und z.B. Personalkosten, Sachkosten. Die Zinskosten sind für alle Darlehen mit gleicher Laufzeit gleich. Die Risikokosten sind sehr unterschiedlich, dürfen aber wg. Verbraucherschutz nicht mehr individuell gerechnet werden. Der gute Kunde zahlt also für den schlechten mit. Die sonstigen Kosten sind pro Vorgang betragsmäßig gleich, also bei einem höheren Darlehensbetrag prozentual niedriger, als bei einem niedrigeren. Das darf die Bank jetzt aber auch nicht mehr unterschiedlich rechnen. Wer wird wohl die nicht mehr zu berechnenden Kosten über den Zins mitzahlen? Unsere Gerichte sind ja sooo verbraucherfreundlich.

    • nun, dieser Streit sollte dann aber seitens der Sparkassen/VoBas mit VISA selbst ausgetragen werden. Wenn man denn mit den VISA Gebühren unzufrieden ist, dann sollte man die eigenen Geldautomaten für alle VISA Kunden sperren, nicht nur für VISA Kunden von bestimmten Banken. Im übrigen gibt es auch Direktbanken welche MASTERCARD ausgeben zum kostenlosen Bargeldabheben. Es ist also kein VISA spezifisches Problem.

    • Die Gebühren, die bei Visa vor vielen vielen Jahren in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ausgearbeitet worden sind, stammen aus Zeiten, wo das Internet noch Forschungszwecken diente und alle Kartenausgebenden UND Automatenbetreibenden Banken gleichzeitig international von diesem System profitierten.

      Die Direktbanken und deren Nutzung von VISA entstand in Ihrer jetzigen Form erst wensentlich später und nehmen dem System viel, geben aber kaum etwas zurück.

      Mich wundert nicht, dass sich diejenigen, die bei diesem System draufzahlen, wehren. Die Gebühren sollten sich meiner Meinung nach an der Menge selbst aufgestellter Automaten orientieren. JE mehr Service man für alle Visa-Kunden bietet, desto günstiger sollte es für die eigenen Kunden werden.

      Mal sehen wann das kommt.

    • "Punkt a ist auch nur teilweise richtig wenn Sie zB.ein eWallet-System wie PayPal nutzen sind Kreditkartennicht teurer als EC-Karten."

      Stimmt, weil sich Paypal als weiteres Mitglied der Wertschöpfungskette auch noch seinen Anteil einsteckt und damit beides gleichteuer ist.

      Von mehr Beteiligten am Prozess wird eine Sache nur selten im Ganzen tatsächlich billiger.

    • Punkt a ist auch nur teilweise richtig wenn Sie zB.
      ein eWallet-System wie PayPal nutzen sind Kreditkarten
      nicht teurer als EC-Karten.

      Punkt b stimmt nicht bis 20€ kann man sehr wohl
      auch via Kreditkarte kontaktlos bezahlen. (EMV)

      Zu Punkt c: ja es sollte auch europäische oder wie
      scheinbar sehr bald russische Kreditkartenanbieter geben.

      Der entscheidene Unterschied ist das Lesegerät denn um mit
      einer EC-Karte zuzahlen muss die Karte gelesen werden.

      Damit kann man also nicht so einfach zB. im Internet
      einkaufen.

      Bei Kreditkarten reicht die Nummer, das Ablaufdatum sowie
      die CVS zum zahlen aus.

      Lastschriften sind da auch keine Alternative da sie
      1. teuerer und 2. risikoreicher sind.
      Kein Deckung oder es kommt zur Rückbuchung.

      Bei Vorkasse oder auch eWallet oder eben auch Kreditkarte
      wird instant geprüft ob das Guthaben bzw. die Kreditlinie
      ausreichend ist.

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