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Gewinn verdoppelt KfW wächst im Ausland

Das Geschäft mit dem Mittelstand schwächelt, die Nachfrage nach Finanzierung auf dem Heimatmarkt schrumpft. Trotzdem kann die staatliche Förderbank KfW ihren Gewinn fast verdoppeln.
14.08.2014 - 12:29 Uhr 1 Kommentar
Die KfW kann im Kreditgeschäft mit Exporten kräftig zulegen. Quelle: obs

Die KfW kann im Kreditgeschäft mit Exporten kräftig zulegen.

(Foto: obs)

Frankfurt Die staatliche Förderbank KfW verlegt sich angesichts der mauen Kreditnachfrage im Inland verstärkt auf die Export-Finanzierung. Die Zuwächse im Neugeschäft der darauf spezialisierten Tochter KfW-Ipex machten das Minus bei Krediten an den deutschen Mittelstand mehr als wett, erklärte die KfW am Donnerstag in Frankfurt. Insgesamt sagte sie bis Ende Juni 31,7 (2013: 31,5) Milliarden Euro zu, etwas mehr als ein Jahr zuvor.

„Bemerkenswert ist, dass ungeachtet der weltpolitischen Situation die Nachfrage nach deutschen Export- und Projektfinanzierungen deutlich gestiegen ist“, sagte KfW-Chef Ulrich Schröder. Die Firmen in Deutschland finanzierten kleinere Investitionen trotz der niedrigen Zinsen dagegen immer noch aus Eigenmitteln. Die Kreditnachfrage stagniere deshalb, Anzeichen für eine Belebung gebe es nicht.

Der Gewinn der KfW stieg im ersten Halbjahr dennoch deutlich auf 889 (499) Millionen Euro. Grund dafür ist vor allem, dass die Bank im ersten Halbjahr 2013 ein Förderprogramm des Bundes für die Energiewende außer der Reihe mit 311 Millionen Euro gestützt hatte. Im Gegenzug hatte der Staat darauf verzichtet, KfW-Gewinne direkt abzuschöpfen. Schröder sagte, das Ergebnis habe oberhalb der Erwartungen gelegen - unter anderem, weil sich die Rückstellungen für faule Kredite halbierten und die Beteiligungen der Entwicklungshilfe-Tochter DEG im Wert stiegen.

Das werde aber im Rest des Jahres nicht so weitergehen, warnte der Vorstandschef. Für das Gesamtjahr hatte er einen Gewinn in Aussicht gestellt, der maximal auf dem Vorjahresniveau von 1,27 Milliarden Euro liegen werde.

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    Das operative Ergebnis der KfW ging von Januar bis Juni auf 1,03 (1,24) Milliarden Euro zurück. Der Zinsüberschuss sinke, weil der Zinsvorteil der Staatsbank angesichts der massenhaft vorhandenen Liquidität an den Finanzmärkten zurückgehe. Die KfW nahm bis Ende Juni 38,2 Milliarden Euro an den Kapitalmärkten auf und hat damit schon zwei Drittel des Bedarfs für das ganze Jahr gedeckt. Die KfW braucht 2014 nur noch 55 bis 60 Milliarden Euro, um ihr Geschäft zu refinanzieren, weil viele Kunden ihre Kredite vorzeitig getilgt hatten.

    Die zugesagten internationalen Finanzierungen wuchsen binnen Jahresfrist um 39 Prozent auf rund 10 Milliarden Euro, während der Wert im Inland mit 21,3 Milliarden Euro rund 3 Milliarden Euro unter Vorjahr lag. Vor allem die Kreditnachfrage von Unternehmen und Selbstständigen sowie Umweltfinanzierungen hätten nachgelassen, berichtete die Bank. Mehr Geld wurde beim Förderschwerpunkt Wohnen abgerufen, wo die Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren mit einem Fördervolumen von 5,1 Milliarden Euro rund 500 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zulegten.

    • dpa
    • rtr
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    1 Kommentar zu "Gewinn verdoppelt: KfW wächst im Ausland"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ist mir ein Rätsel, wie die KfW wachsen kann und noch Gewinne einfährt...soviele Faule Kredite wie bei den in den Akten rumliegen. Auch dank einer zum Scheitern verurteilten Ethik-Energiewende.

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