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Girocard In der Coronakrise zahlen immer mehr Bundesbürger kontaktlos

Im ersten Halbjahr 2020 erfolgte die Hälfte aller Kartenzahlungen ohne Eingabe einer Geheimnummer. In Coronazeiten gilt dies als besonders hygienisch.
19.08.2020 - 15:59 Uhr Kommentieren
Fast die Hälfte aller 2,6 Millionen Kartenzahlungen erfolgten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres kontaktlos. Quelle: obs
Supermarktkasse

Fast die Hälfte aller 2,6 Millionen Kartenzahlungen erfolgten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres kontaktlos.

(Foto: obs)

Berlin Im ersten Halbjahr 2020 erfolgte die Hälfte aller Kartenzahlungen ohne Unterschrift oder Eingabe einer Geheimnummer. In Coronazeiten gilt dies als besonders hygienisch. Beim Bezahlen an der Ladenkasse nutzen immer mehr Kunden die deutsche Girocard – früher auch als „EC-Karte“ bekannt. Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Transaktionen um fast 21 Prozent auf insgesamt 2,59 Milliarden. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp elf Prozent auf 112 Milliarden Euro.

Maßgeblich wird diese Entwicklung auf die Coronakrise zurückgeführt. „Der Wunsch nach mehr Abstand und Hygiene sorgte für einen zusätzlichen Schub“, teilt Euro Kartensysteme mit, ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Kreditwirtschaft. In diesem Spitzenverband sind hierzulande alle privaten, öffentlichen und Genossenschaftsbanken organisiert.

Vor allem das kontaktlose Bezahlen nahm während der vergangenen, von der Corona-Pandemie geprägten Monate deutlich zu. Im vergangenen Jahr hatten solche Zahlungen noch einen Anteil von 25 Prozent an allen Girocard-Zahlungen. Mittlerweile ist er auf 50 Prozent gestiegen.

Für zusätzliche Attraktivität sorgte die Erhöhung des Limits. Ursprünglich war es nur möglich, Beträge bis zu 25 Euro berührungslos und ohne Eingabe einer PIN zu zahlen, mittlerweile hat die deutsche Kreditwirtschaft dieses Limit auf 50 Euro angehoben. „Der Trend zum kontaktlosen Bezahlen wird sich weiter beschleunigen“, ist sich die Branche daher sicher.

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    Die Coronakrise hat auch dazu geführt, dass bestimmte Handelssegmente, die als absolute Bargeld-Domäne galten, umdenken. Dazu gehören etwa inhabergeführte Bäckereien und Metzgereien sowie Imbiss- oder Kioskbetreiber. Ein weiterer Wachstumsbeschleuniger ist die Automatenbranche, die ebenfalls verstärkt auf kontaktloses Zahlen setzt.

    Banken wollen profitieren

    Diese Tendenz spiegelt sich auch in der Zahl der verfügbaren Terminals wider. Sie stieg im Vergleichszeitraum um 7000 auf 863.000. Während der Durchschnittsbetrag, der mit der Girocard gezahlt wurde, von 47 Euro auf 43,20 Euro sank, stieg er bei der kontaktlosen Zahlvariante leicht von 33,80 Euro auf 34,62 Euro.

    Allerdings kann der verstärkte Einsatz der Karte auch Schattenseiten haben. So berichtete Finanztest kürzlich, dass einige Institute bis zu 50 Cent für jedes Bezahlen mit der Girocard berechnen. Insgesamt ergab die Auswertung, dass von 294 Kontomodellen von 125 Kreditinstituten 55 Modelle Gebühren für Zahlvorgänge vorsehen.

    Offensichtlich wollen Banken und Sparkassen von dem häufigeren Einsatz der Karte profitieren. In Zeiten geringer Zinsen versuchen sie auf diese Weise, ihre Provisionserträge zu steigern.
    Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass die Preispolitik den Trend in Richtung bargeldlose Zahlung stark beeinträchtigen wird.

    Mehr: Der neue Wettlauf im Zahlungsverkehr.

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