Global Financial Centres Index: Frankfurt steigt zum wichtigsten Finanzplatz in Kontinentaleuropa auf – London nur noch knapp vor Singapur
Die Stadt hatte sich im Wettlauf um Neuansiedlungen und Arbeitsplätze, die wegen des Brexits in die Europäische Union verlagert werden müssen, im Bankensektor gut geschlagen.
Foto: dpaFrankfurt. Die Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt wächst wieder: Deutschlands wichtigste Finanzmetropole erreichte in dem viel beachteten „Global Financial Centres Index“ (GFCI) Rang neun.
Damit war die Mainmetropole der wichtigste Finanzplatz in Kontinentaleuropa – noch vor Wettbewerbern wie Zürich, Paris oder Luxemburg. London konnte sich zwar auf Rang zwei halten, der Abstand mit nur einem Punkt zum drittplatzierten Singapur ist aber denkbar knapp.
Der GFCI kombiniert zahlreiche Indikatoren wie den globalen Geschäftsklimaindex der Weltbank, mit einer breiten Umfrage in der Finanzwelt zur Bedeutung einzelner Standorte. Beurteilt wird etwa die Wettbewerbsfähigkeit der Infrastruktur, die Rechtssicherheit, die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und die Lebensqualität der Stadt.
Für Frankfurt ist die Platzierung ein hart erkämpfter Erfolg. Vor zwei Jahren war die Stadt noch aus den Top Ten der vom Beratungsunternehmen Z/Yen halbjährlich erstellten Rangliste gefallen. Und vor Zürich hatte sich die hessische Großstadt auch erst zum zweiten Mal schieben können.
Entsprechend erfreut zeigte sich Gerhard Wiesheu, der Präsident der Finanzplatzinitiative „Frankfurt Main Finance“. „Ich freue mich sehr über dieses gute Ergebnis, das das Resultat einer langjährigen Arbeit vieler Akteure hier am Finanzplatz ist“, sagte er.