Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Griechenland-Krise EZB ruft Finanzinstitute zu Hilfe

Aus Angst vor möglichen Staatspleiten im Euro-Raum sucht die Europäische Zentralbank (EZB) heimlich nach professioneller Hilfe. Mehr als fünf Finanzinstitute sind dabei im Rennen.
11.07.2011 - 09:23 Uhr 40 Kommentare
Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Quelle: dpa

Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, will sich Notenbank-Chef Jean-Claude Trichet von einem renommierten Finanzinstitut Handlungsmöglichkeiten aufzeigen lassen, wie die Zentralbank bei einer Staatspleite im Währungsraum reagieren soll, um Ansteckungsgefahren zu verhindern. Mehr als fünf Finanzinstitute hat die Zentralbank in den vergangenen Tagen angeschrieben und gebeten, sich zu bewerben.

Eigentlich sollte die Suche der EZB nach einem beratenden Institut geheim bleiben. Die EZB habe gezielt eine gute Handvoll Banken und Consultants gefragt, berichten Finanzkreise. Der Auftrag ist bislang noch nicht vergeben. Die EZB wollte auf Anfrage keinen Kommentar abgeben. Im Finanzministerium wollte sich mit Verweis auf die Unabhängigkeit der Notenbank niemand äußern. Die EZB will sich vor allem mit Blick auf die Refinanzierung und die Liquidität der Banken beraten lassen. Außerdem sollen die Bilanzen der Institute analysiert werden.

Die Währungshüter erhoffen sich vor allem Unterstützung für den Fall einer "unkontrollierten" Staatspleite. Denkbar ist eine solche Situation vor allem deshalb, weil kaum jemand sagen kann, wie sich beispielsweise die Banken in den Krisenländern Griechenland und Portugal im Fall einer Staatspleite verhalten. Wie aus dem Umfeld des internationalen Bankenverbands IIF zu hören ist, mehren sich aktuell die Anzeichen, dass sich die Lage wieder verschärfen könnte.

Nach dem Beschluss der Euro-Regierungschefs Ende Juni, für Griechenland ein zweites Hilfspaket zu schnüren, ist kurzfristig die Gefahr einer Staatspleite in dem Land zwar kleiner geworden. Doch über die Details des Rettungsprogramms gibt es weiter Streit. Und weil auch das Treffen der Euro-Finanzminister heute keine Lösung bringen wird, bleiben Trichet und seine Zentralbank-Kollegen nervös.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Um die griechischen Banken zu stabilisieren, soll das zweite Hilfspaket für Griechenland auch Mittel für die griechischen Banken enthalten, erfuhr das Handelsblatt aus dem Bundesfinanzministerium. Bereits das laufende Hilfspaket enthalte zehn Milliarden Euro für die Bankenrettung. Dieses Geld sei aber bisher nicht abgerufen worden, hieß es weiter. Die Verhandlungen der Euro-Gruppe am heutigen Montag wurden im Ministerium als Zwischenschritt auf dem Weg zum neuen Hilfspaket bezeichnet. Ursache seien die sehr schwierigen Verhandlungen über die Beteiligung des Privatsektors.

    Startseite
    40 Kommentare zu "Griechenland-Krise: EZB ruft Finanzinstitute zu Hilfe"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • ich sag nur eins: Bayreuther Festspiele. wer macht mit?

    • Zu Hilfe! Wofuer haven wir diese Leute denn seit Jahren bezahlt?

    • Wollen wir es hoffen !!!

    • Ach so,wenn ein Chinese ausländische Teufel sagt,dann
      ist das eine jahrtausende alte Kultur!
      Wenn aber eine Deutscher die Südländer Trickser und Betrüger nennt,dann ist das Neofaschismus und Rassismus!

    • zu spät...

    • ... das viele schöne Spiegeld.... (schluchz)

    • Damals begann die massive Veränderung des Rechtsstaates, konkret mit der Entwaffnung der Bürger. Zuerst verloren wir die Freiheiten , dann die Rechtssicherheit und nun den Wohlstand, die "große Wertberichtigung" steht vor der Tür, ein Leben auf HartzIV-Niveau ist die Aussicht für die Mehrheit, egal ob arbeitend oder arbeitslos. Ein kleiner Trost fürs Volk: Der Fußball wird nicht abgeschafft!

    • Was kommt danach?

    • Gnaz einfach: Schäuble hat geblufft!

    • Man wrid sich bemühen, eine "Gesamthölle" zu insatllieren, um weiterzumachen.

    Alle Kommentare lesen
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%