Großbank: Belgien verkauft Aktien von BNP Paribas für zwei Milliarden Euro
Durch den Verkauf würde der Anteil der belgischen Staatsholding auf 5,1 Prozent fallen.
Foto: BloombergParis. Der belgische Staat verringert seinen Anteil an der französischen Großbank BNP Paribas. Die Staatsholding SFPI will nach eigenen Angaben vom Dienstag ein Drittel ihrer 7,8-Prozent-Beteiligung veräußern. Das entspreche einem Wert von etwa zwei Milliarden Euro. Der Anteil Belgiens an BNP Paribas würde mit der Transaktion auf 5,1 Prozent fallen. SFPI strebt einen Preis von 64,96 Euro je Aktie an, was einem Abschlag von 1,8 Prozent zum Schlusskurs am Dienstag entspricht.
Derzeit ist Belgien noch größter Investor bei der Bank vor Amundi und BlackRock mit sieben beziehungsweise sechs Prozent. Das Land war 2008 in den Besitz der BNP-Anteile gekommen, als das belgische Geldhaus Fortis vor dem Kollaps gerettet wurde: Zunächst kaufte Belgien für 9,4 Milliarden Euro Fortis, veräußerte dann 75 Prozent des Instituts an BNP Paribas und erhielt im Gegenzug Anteile an der französischen Bank.