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Großbanken Banken wollen bis zu ein Drittel mehr Personal für chinesische Kunden einstellen

Die Geldinstitute wollen ihre für China zuständigen Teams wohl deutlich zu vergrößern. Im Zentrum der Ausbau-Pläne soll demnach Singapur stehen.
19.06.2020 - 12:20 Uhr Kommentieren
Firmen wie UBS, Credit Suisse und Julius Bär beschäftigen bereits Hunderte von Bankern in Singapur. Quelle: dpa
UBS

Firmen wie UBS, Credit Suisse und Julius Bär beschäftigen bereits Hunderte von Bankern in Singapur.

(Foto: dpa)

Hongkong, Singapur Die Schweizer Großbanken und andere internationale Vermögensverwalter wollen ihr Personal zur Betreuung von reichen Chinesen im Ausland kräftig aufstocken. Die Institute planten, ihre für China zuständigen Teams im Laufe des nächsten Jahres um 20 bis 30 Prozent oder insgesamt bis zu 75 Personen zu erhöhen, wie Banker und Personalvermittler zur Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Firmen wie UBS, Credit Suisse und Julius Bär beschäftigen bereits Hunderte von Bankern in Singapur und haben kleinere Teams an Standorten wie Zürich, die sich Kunden aus dem Großraum China widmen. Dazu gehört auch Hongkong.

Im Zentrum der Ausbau-Pläne stehe Singapur. Die Nachfrage nach Bankern in dem Stadtstaat zog seit vergangenem Jahr an, als die Proteste in Hongkong Kunden dazu brachten, alternative Standorte für ihre Vermögen ins Auge zu fassen.

Das von China geplante Sicherheitsgesetz für Hongkong, das Bürgerrechtlern und Demonstranten zufolge zu mehr Einfluss der Regierung in Peking führen könnte, hat Spekulationen über eine Kapitalflucht verschärft.

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    „Da die Kundenanfragen aus China und Hongkong zunehmen, ist jeder darauf bedacht, Banker an sich zu binden, bevor das Angebot zur Neige geht“, sagte ein Banker einer der drei führenden Vermögensverwaltungsfirmen in Asien.

    „Sogar während des virusbedingten Lockdown in Singapur haben einige Banken begonnen, Kandidaten über Videoanrufe anzugehen, weil der Pool an Mandarin sprechenden Private Bankern dort nicht sehr groß ist.“

    David Shick, der das Private Banking für den Großraum China bei Julius Bär leitet, erklärte, Asien sei der zweite Heimmarkt des Zürcher Unternehmens. „Wir werden weiterhin die besten und richtigen Talente an den Standorten Singapur und Hongkong einstellen.“

    Die Credit Suisse und die UBS, die in den vergangenen Monaten in China und Hongkong selektiv ebenfalls Neueinstellungen vorgenommen hatten, lehnten eine Stellungnahme ab.

    Mehr: EZB sieht mittelfristig deutlich gestiegene Risiken für das Finanzsystem. Lesen Sie hier mehr.

    • rtr
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