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Halbjahresbilanz Credit Suisse trotzt mit deutlichem Gewinnplus der Coronakrise

Ertrag und Gewinn der Credit Suisse wachsen zweistellig, CEO Thomas Gottstein ist zufrieden. Dennoch plant die Bank einen großen Umbau im Investmentbanking.
30.07.2020 Update: 30.07.2020 - 09:59 Uhr Kommentieren
Die Schweizer Banken trotzen bislang der Coronakrise. Quelle: Reuters
Credit Suisse

Die Schweizer Banken trotzen bislang der Coronakrise.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Schweizer Banken kommen bisher weitgehend ohne Einbußen durch die Coronakrise – diesen Trend bestätigen auch die Zahlen der Credit Suisse (CS) für das zweite Halbjahr. Das Geldhaus steigerte seinen Nettogewinn im zweiten Quartal auf 1,2 Milliarden Franken, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie Credit Suisse am Donnerstag mitteilte.

Der Vorsteuergewinn stieg um 19 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2019 auf knapp 1,6 Milliarden Franken. Auch beim Nettoertrag verbuchte die Credit Suisse ein deutliches Plus von elf Prozent auf rund 6,2 Milliarden Franken.

Credit-Suisse-Chef Thomas Gottstein zeigt sich daher zufrieden: „Wir haben in einem anhaltend volatilen Marktumfeld ein starkes Ergebnis erzielt“, sagte er laut Mitteilung, „Dies bestätigt die Widerstandsfähigkeit unseres integrierten Geschäftsmodells und unsere Position als ein führender Vermögensverwalter mit ausgeprägten weltweiten Kompetenzen im Investmentbanking.“

Auch die Halbjahresbilanz der CS fällt positiv aus: Der Nettogewinn summierte sich auf 2,5 Milliarden Franken, das sei der höchste Wert für einen Sechsmonatszeitraum seit zehn Jahren, teilte die Bank weiter mit.

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    Zuletzt hatten auch der Konkurrent UBS sowie Julius Baer starke Quartalszahlen vorgelegt. Während jedoch die UBS im ersten und zweiten Quartal 2020 etwa gleich viel Geld für die Risikovorsorge zurückstellen musste, halbierte sich dieser Betrag beinahe bei der CS.

    Zweite Dividendentranche soll ausgeschüttet werden

    Die Credit Suisse bildete im zweiten Quartal Rückstellungen von knapp 300 Millionen Franken für faule Kredite, nach knapp 570 Millionen im Vorquartal. Zudem konnte die CS die für die Krisenfestigkeit wichtige harte Kernkapitalquote von 12,1 auf 12,5 Prozent steigern. Michael Rohr, Bankanalyst bei der Ratingagentur Moody's bescheinigte der CS daher „starke Ergebnisse“, einen „vorteilhaften Mix“ im Geschäftsmodell sowie starke Kapital und Liquiditätskennziffern.

    Angesichts der guten Zahlen will CS deshalb die zweite Dividendentranche ausschütten und denkt darüber nach, den Rückkauf eigener Aktien wieder aufzunehmen. Künftig sollen 50 Prozent des Reingewinns an die Aktionäre fließen – jährlich fünf Prozent mehr. Mittelfristig peilt die Bank eine Eigenkapitalrendite von zehn bis zwölf Prozent an.

    Ein wichtiger Ertragsbringer war zuletzt die Investmentbanking- und Kapitalmarktsparte (IBCM). Der Handel mit Anleihen, Aktien sowie die Beratung bei Übernahmen und Fusionen brachte im zweiten Quartal 2020 einen Nettogewinn von 212 Millionen Franken – der höchste Wert für ein zweites Quartal seit fünf Jahren. Möglich wurde dies vor allem durch einen harten Sparkurs: Das Verhältnis von Kosten zu Erträgen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um satte 36 Prozentpunkte auf 62 Prozent.

    Bank plant großen Umbau

    Dennoch sieht Credit-Suisse-CEO Gottstein offenbar Handlungsbedarf im Investmentbanking: Dort plant die Bank einen großen Umbau. Die Handelssparte Global Markets und die in der Fusionsberatung sowie im Wertpapier-Emissionsgeschäft tätige Sparte Investmentbanking and Capital Markets (IBCM) werden zusammengelegt, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

    Auch die beiden Abteilungen Risiko und Compliance, die sich um die Einhaltung der Regeln guter Unternehmensführung und regulatorische Vorschriften kümmern, führt Gottstein zusammen. Damit und mit einer Reihe von weiteren strukturellen Veränderungen sollen Effektivität und Effizienz gesteigert werden. Ab 2022 sollen jährlich 400 Millionen Franken eingespart werden.

    Einen Kurswechsel vollzieht die Credit Suisse indes nicht. Es sollen weiterhin rund zwei Drittel des Kapitals für das Vermögensverwaltungsgeschäft eingesetzt werden. „Die bisherige Strategie der Gruppe hat sich bewährt und wird bekräftigt“, erklärte Verwaltungsratspräsident Urs Rohner. „Die neuen Initiativen, die wir heute bekanntgeben, optimieren das bestehende Modell und zielen darauf ab, dass sich die Credit Suisse in unsicheren Märkten weiterhin widerstandsfähig zeigt.“

    Mehr: Lichtblicke für Europas Großbanken.

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