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Hamburg Commercial Bank Frühere HSH Nordbank prüft weiteren Stellenabbau

Vorstandschef Stefan Ermisch sorgt sich um die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Er ist bereit, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
02.10.2019 - 12:40 Uhr Kommentieren
Der Vorstandschef der Ex-HSH-Nordbank fürchtet eine Rezession. Quelle: Reuters
Stefan Ermisch

Der Vorstandschef der Ex-HSH-Nordbank fürchtet eine Rezession.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die aus der HSH Nordbank hervorgegangene Hamburg Commercial Bank (HCOB) steht möglicherweise vor einem zusätzlichen Stellenabbau. „Ich mache mir Sorgen um die deutsche Konjunktur“, sagte Vorstandschef Stefan Ermisch am Dienstagabend vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW).

Als die ehemalige Landesbank die Halbierung der Stellen angekündigt habe, sei sie noch von Wirtschaftswachstum in Deutschland ausgegangen, jetzt befürchte sie eine Rezession. „Deshalb ist es aus meiner Sicht sehr logisch, dass wir uns intensiv damit auseinandersetzen, ob wir noch weitere Hausaufgaben zu erledigen haben“, sagte Ermisch auf die Frage nach zusätzlichen Stellenstreichungen. Die HCOB hatte im Frühjahr den Abbau von fast der Hälfte der Jobs besiegelt. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten soll von 1716 Ende 2018 auf rund 950 bis 2022 sinken.

Hamburg und Schleswig-Holstein hatten die HSH Nordbank in der Schiffs- und Finanzkrise mit Milliardenhilfen vor dem Aus gerettet. Auf Druck der EU verkauften sie die Bank für rund eine Milliarde Euro an Finanzinvestoren um Cerberus und JC Flowers.

Nun soll das Institut kleiner werden und seine Rendite auf über acht Prozent vor Steuern steigern. „Wir werden unsere Ziele erreichen“, sagte Ermisch und bekräftigte die Prognose, wonach die Bank in diesem Jahr einen leichten Gewinn vor Steuern schreiben wird. Dabei profitiere das Geldhaus auch von den stark gesunkenen Refinanzierungskosten.

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    Die ehemalige Landesbank konzentriert sich nach der Privatisierung auf die gewerbliche Immobilienfinanzierung, Schiffskredite, Projektfinanzierungen und bestimmte Bereiche der Unternehmensfinanzierung. In diesen Nischen könne man im aktuellen Umfeld ganz gut leben, sagte Ermisch. „Im Neugeschäft haben wir Renditen, die liegen knapp im zweistelligen Bereich.“

    Doch da die HCOB mit einer rund 18 Monate anhaltenden Wirtschaftsflaute in Deutschland rechnet, drosselt die Bank in den stärker konjunkturabhängigen Bereichen, etwa bei Immobilien-Projektentwicklungen und Einzelhandelsimmobilien die Kreditvergabe.

    „Wir nehmen jeden Euro raus“

    „Wir werden vorsichtiger und ziehen die Kreditstandards deutlich an“, sagte Ermisch. Zudem dreht er an der Kostenschraube. „Wir nehmen jeden Euro raus, den wir rausnehmen können.“ So wolle die Bank erfolgreich überwintern, um nach Ende der Wirtschaftsflaute auch von der Schwäche der Konkurrenz profitieren zu können. „Ich will in einer komfortablen Position sein, um sich bietende Möglichkeiten nutzen zu können“, sagte Ermisch.

    2021 soll die ehemalige Landesbank von der Institutssicherung der öffentlich-rechtlichen Banken ins Haftungssystem der Privatbanken wechseln. Dafür muss die HCOB nach Angaben von Ermisch eine harte Kernkapitalquote von mehr als 16 Prozent und eine Rendite von acht Prozent vor Steuern ausweisen.

    Zudem dürfen keine großen Risiken in der Bilanz schlummern. Das wolle die Bank sauber schaffen. „Ich tue alles, um die Kapitalausstattung weiter nach oben zu fahren“, sagte Ermisch. Ende Juni lag die harte Kernkapitalquote bei 17 Prozent. Von der EU gebe es dagegen keine Auflagen mehr. „Das EU-Verfahren ist endgültig beendet.“

    Mehr: Martin Zielke, Vorstandschef der Commerzbank, lässt eine Zusammenarbeit mit dem öffentlich-rechtlichen Sektor ausloten. Der Sparkassen-Präsident lehnt das Projekt bislang ab.

    • rtr
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