Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Handel mit Bank Laiki Zyprische Aufsicht untersucht Commerzbank-Geschäft

Der Commerzbank steht offenbar eine Untersuchung von Aufsichtsbehörden im Zusammenhang mit ihrer Rolle beim Zusammenbruch der Laiki Bank ins Haus. In dem Fall geht es um rund 50 Millionen Euro.
15.01.2014 - 15:06 Uhr Kommentieren
In einige Filialen der abgewickelten Laiki Bank ist inzwischen die Bank of Cyprus eingezogen. Quelle: dpa

In einige Filialen der abgewickelten Laiki Bank ist inzwischen die Bank of Cyprus eingezogen.

(Foto: dpa)

Frankf Eine von der Commerzbank eingefädelte Finanztransaktion für die inzwischen untergegangene zyprische Laiki Bank hat die Wertpapieraufsicht der Mittelmeer-Insel auf den Plan gerufen. Angestoßen hat die Untersuchung eine Abgeordnete im zyprischen Parlament. Irene Charalambides hegt den Verdacht, dass mit dem Geschäft das Verbot umgangen werden sollte, dass Unternehmen ohne Zustimmung der Aktionäre in eigene Anteilsscheine investieren dürfen.

Die Abgeordnete wirft der Commerzbank in einem Brief an die zyprische und die deutsche Aufsichtsbehörde vor, zwei strukturierte Papiere arrangiert zu haben, mit denen Laiki eigene Aktien und solche verbundener Unternehmen gekauft haben soll.

Die einst zweitgrößte Bank Zyperns war im März 2013 unter Zwangsverwaltung gestellt worden, nachdem sie den Verlusten aus ihren Engagements in Griechenland Tribut zollen musste. Es war das erste Mal, dass die EU auch die Einleger von Banken hatte bluten lassen. Ihnen blieben nur die von der Einlagensicherung geschützten 100.000 Euro.

Charalambides versucht den ehemaligen Kunden von Laiki zu helfen, die beim Zusammenbruch der Bank 4,3 Milliarden Euro verloren hatten. Sie gehört dem Ausschuss an, der die Praktiken der zyprischen Banken untersuchen soll. In ihrem Brief, der Reuters am Dienstag vorlag, erklärt sie, die Commerzbank hätte den wirtschaftlichen Sinn der Transaktionen hinterfragen müssen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Abgeordnete schätzt den Verlust, der den Sparern durch die Geschäfte entstanden sei, auf rund 50 Millionen Euro. Wenn die Behörden der Argumentation folgten, sollten sie die Commerzbank auffordern, das Geld zurückzuerstatten.

    Die Präsidentin der zyprischen Wertpapieraufsicht, Demtra Kalogerou, bestätigt den Eingang des Schreibens. Sie prüfe nun, ob gegen Gesetze verstoßen worden sei. Sie habe auch die Bafin um Amtshilfe gebeten, weil eine deutsche Bank involviert sei. Die deutsche Finanzaufsicht wollte sich nicht äußern. Auch die EZB, an deren Präsidenten Mario Draghi sich Charalambides ebenfalls gewandt hatte, nahm keine Stellung.

    Eine Commerzbank-Sprecherin wollte sich zur Struktur der Papiere mit Verweis auf die Verschwiegenheitspflicht gegenüber dem Kunden nicht äußern. Eine erste Überprüfung der Bank habe ergeben, dass es „keine Anzeichen für ein Fehlverhalten der Commerzbank“ gebe. Die Verwalter von Laiki waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Handel mit Bank Laiki - Zyprische Aufsicht untersucht Commerzbank-Geschäft
    0 Kommentare zu "Handel mit Bank Laiki: Zyprische Aufsicht untersucht Commerzbank-Geschäft"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%